Neuer Juror bei Musik-Show

Peter Maffay verblüfft bei „The Voice“-Debüt mit Gänsehautmoment

Rockstar Peter Maffay (72) ist neuer Coach bei "The Voice of Germany".

Rockstar Peter Maffay (72) ist neuer Coach bei "The Voice of Germany".

Ist es die Hommage an seinen lebenslangen Mentor, seinen Opa, die den 22-jährigen Julian Pförtner aus Heidelberg bewegt, Peter Maffay zu seinem Coach zu wählen? Bereits als Fünfjähriger begleitete Julian den musikalischen Großvater („Ich habe ihn einfach auf die Boxen gesetzt“) bei Auftritten auf Feiern und in Festzelten. Ihr Lieblingssong war stets eine der bekanntesten Maffay-Hymnen: „Nessaja“, der „Ich wollte nie erwachsen sein“-Song aus „Tabaluga oder die Reise zur Vernunft.“

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Sowohl künstlerisch als auch biografisch schließt sich für das Dreamteam bei „The Voice of Germany“ nun der Kreis: Erst singt sich Julian mit „Shivers“ von Ed Sheeran (Stefanie Kloß: „Mit Songs von ihm kann man hier ganz schön scheitern“) die Seele aus dem Leib. Nach einem Riesenlob von Maffay („Ich hatte in 50 Jahren auf der Bühne viele interessante Begegnungen. Wenn du mir dein Vertrauen schenkst, bist du die neueste“) können Julian und sein vor Stolz platzender Opa nicht anders: Als die ersten Töne von „Nessaja“ erklingen, zuckt Maffay regelrecht zusammen, greift das Mikro und der erste große Gänsehaut-Moment der ersten Blind Audition ist perfekt.

Nicht nur Coach Stefanie Kloß kommen da die Tränen („Wie toll ist das denn“). Gleichzeitig wird die emotionale Fahrtrichtung der neuen „Voice“-Staffel klar: Es wird neben der ohnehin traditionell wertschätzenden Atmosphäre einen Berg an Showroutine geben, garniert mit weiser Tiefe und der gelegentlichen Flachserei.

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„Brennen und andere anzünden“

Denn obwohl es sich Peter Maffay nicht nehmen lässt, bei seinem ersten Auftritt als „Voice“-Coach stilgerecht mit dem Motorrad einzufahren, ist seine Haltung nicht die des abgebrühten Rockers, sondern eines guten, erfahrenen Show-Geists. Ein Geist, der dazu noch höflich formuliert: „Erzähl uns etwas von deinem musikalischen Anliegen“, fragt er die 31-jährige Bella Robin, die mit einem Song von Céline Dion brilliert. Bei Richard „Richie“ Tedjen (19) spürt Maffay eindeutige „Knödel im Hals“, was aber auch folgendem Grund nichts mache: „Ich habe gemerkt, dass du für Musik brennst. Das brauchst du, um andere anzuzünden.“

Zwar entscheiden sich die alleinerziehende Mutter und angehende Logopädin Bella (Mark Forster: „Kannst du Rea bitte diesen irischen Akzent austreiben?“) sowie Abiturient Richie für andere Coaches. Insgesamt sahnt Peter Maffay jedoch gleich zum Einstand die meisten Talente ab. Neben Viererbuzzer Julian, der laut seiner Mutter auf der Bühne „zum anderen Menschen wird“, beschließt auch Sissi Engel, von dem Routinier zu lernen.

Hauptberuflich ist die 31-Jährige aus dem hessischen Rosenthal „die freundliche Stimme am Telefon“ in einer Anwaltskanzlei. Nebenbei und eigentlich liebt sie den Rock. Als Riesen-Fan der „Foo Fighters“ singt sie seit der Schule in Cover-Bands. „Du hast eine Wahnsinns-Energie“, attestiert ihr Maffay nach ihrer Performance von Pinks „Just like a Pill“, wovon er sich in den nächsten Sessions weiterhin überzeugen kann.

Von Herz zu Herz

Und vielleicht geht der 72-jährige Star bei „The Voice“ sogar wieder in die Singschule? Immerhin drückt er als einziger Coach den Buzzer für die ausgebildete klassische Sängerin Nel Lewicki (32) aus Hamburg. Die Mischung aus Pop und Oper, mit der sie Sias „Chandelier“ interpretierte, ließ Teile der Coaches verunsichert zurück: „Wenn ich mich in einem Genre nicht firm fühle, halte ich mich zurück“, gesteht Stefanie Kloß: „Ich habe mich gefragt, was ich dir noch beibringen könnte?“

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Peter Maffay hört da eher auf sein Bauchgefühl: „Ich habe beim Zuhören irgendwann nicht mehr analysiert, sondern nur noch genossen.“ Ob es im Coaching so weitergehen wird, ist die Frage. Als Maffay nämlich hört, das Nel ihr Geld mit Gesangsunterricht verdient, zeigt er sich durchaus lernbereit: „Wir tauschen dann einfach die Rollen.“ Sympathisches Understatement, mit der die Legende ihr Motto für die kommenden „Voice“-Auditions umreißt: „Um ins Herz zu gehen, muss Musik auch von Herzen kommen.“

RND/Teleschau

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