Für einen glaubwürdigen Neuanfang

RBB-Beschäftigte fordern Geschäftsleitung zum Verzicht auf Ruhegeld auf

Der RBB kommt nicht zur Ruhe.

Der RBB kommt nicht zur Ruhe.

Berlin. Die Belegschaft des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) hat die Mitglieder der Geschäftsleitung aufgefordert, ihre Dienstverträge neu zu verhandeln und auf nachvertragliche Ruhegelder bedingungslos zu verzichten. Nur so könne es einen glaubwürdigen Neuanfang geben, teilte die Freienvertretung des Senders am Freitag mit. Eine von Personalrat, Redaktionsausschuss und Freienvertretung organisierte „Belegschaftsversammlung von Unten“ habe eine Protesterklärung erarbeitet, der sich mehr als 1.100 RBB-Beschäftigte angeschlossen hätten. Bei dem Sender waren nach dessen Angaben im vergangenen Jahr insgesamt 2.058 Mitarbeiter beschäftigt.

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Nur durch einen Verzicht könne es einen glaubwürdigen Neuanfang an der Senderspitze geben, so die Beschäftigten. „Der Anspruch auf eine lebenslange Absicherung, sobald die Tätigkeit für den RBB beendet wird, ist nicht nur moralisch schwer erträglich, sondern bedeutet eine erhebliche wirtschaftliche Belastung für den RBB.“

Der RBB war im Sommer nach Vorwürfen von Vetternwirtschaft und Verschwendung in eine massive Krise geraten. Die frühere Intendantin Patricia Schlesinger trat Anfang August von ihrem Amt zurück, ihr Vertrag wurde anschließend von den Aufsichtsgremien fristlos gekündigt. Auch der RBB-Verwaltungsratsvorsitzende Wolf-Dieter Wolf trat zurück. Gegen Schlesinger, ihren Ehemann Gerhard Spörl und Ex-Verwaltungsratschef Wolf ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Berlin wegen des Verdachts der Untreue und der Vorteilsannahme.

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RND/epd

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