Druck auf Medien

Unabhängiger russischer Sender Doschd stellt Arbeit vorübergehend ein

Der oppositioneller Fernsehsender Doschd sendet vorerst nicht weiter.

Der oppositioneller Fernsehsender Doschd sendet vorerst nicht weiter.

Moskau. Angesichts des harten Vorgehens der russischen Behörden stellt der unabhängige Online-Sender Doschd vorübergehend seine Arbeit ein. „Wir brauchen Kraft, um durchzuatmen und zu verstehen, wie wir weiterarbeiten. Wir hoffen sehr, dass wir zurück auf Sendung gehen und unsere Arbeit fortsetzen werden“, sagte Doschd-Chefin Natalia Sindejewa am Donnerstag. Chefredakteur Tichon Dsjadko hatte am Mittwoch mitgeteilt, er sowie weitere führende Redaktionsmitglieder hätten das Land verlassen.

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Die russische Generalstaatsanwaltschaft hatte Doschd, dessen Name auf Deutsch „Regen“ bedeutet, beschuldigt, Falschnachrichten über die Situation in der Ukraine zu verbreiten und zum Extremismus aufzurufen. Die Seiten in russischen sozialen Netzwerken wurden gesperrt, ebenso die des kritischen Senders Echo Moskwy. Echo-Chefredakteur Alexej Wenediktow gab später die Schließung seines Senders bekannt.

Der Druck auf unabhängige Medien ist in Russland seit Beginn des Angriffs auf die Ukraine noch einmal gestiegen. Die Behörden haben Journalisten verboten, Begriffe wie „Angriff“ oder „Invasion“ zu verwenden.

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RND/dpa

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