Zum Jubiläum wird es dramatisch

RTL-Soap „Unter uns“: 7000 Folgen und kein Ende in Sicht

Szene aus der Jubiläumsfolge von „Unter uns“.

Szene aus der Jubiläumsfolge von „Unter uns“.

Woran erkennt man, dass man alt geworden ist? Nun, wenn man beispielsweise 1994 über die ersten Folgen der RTL-Seifenoper „Unter uns“ eine Fernsehkritik geschrieben hat und jetzt, 28 Jahre später, über das Jubiläum der täglichen Serie berichten soll. Dann ist man alt.

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Gestartet ist „Unter uns“ am 28. November 1994 als zweite deutsche Daily Soap überhaupt und am 23. November läuft bei RTL um 17.30 Uhr die 7000. Folge. Ohne Zweifel ein Riesenerfolg, der angesichts der Qualität der ersten arg improvisiert wirkenden Folgen nicht absehbar war. So hieß es damals in der schon erwähnten Fernsehkritik: „Mal sehen, ob wir heute wieder einschalten. Vielleicht haben die Schauspieler, die aus Modelagenturen und Schultheatern für diese tägliche Seifenoper rekrutiert worden sind, ja am Wochenende fleißig geübt. Vielleicht wurde auch der Dialogschreiber fristlos gekündigt und durch einen besseren ersetzt.“ Ein nicht gerade freundliches, aber treffendes Urteil.

„10.000 Folgen kommen sicher noch zustande“

Doch Totgesagte leben bekanntlich länger. Und der Einfluss von Kritiken auf die Sehgewohnheiten der Zuschauerinnen und Zuschauer ist eben eher gering. So schalten sich immer noch regelmäßig etwa eine Million am Vorabend ein, um die mal heiteren, mal tragischen Geschichten aus der fiktiven Kölner Schillerallee zu verfolgen. Auch wir haben anlässlich des Jubiläums nach 28 Jahren mal wieder reingeschaut und verstanden tatsächlich nur Bahnhof. Wer „Unter uns“ nämlich nicht regelmäßig guckt, kapiert einfach nicht, worum es dort gerade geht. Wer also beispielsweise mit wem eine Affäre hat. Wer gerade Opfer einer Intrige ist. Oder warum der mitspielende Problembär Bambi (Ben Heinrich) immer so betroffen guckt.

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Allerdings ist die schauspielerische Qualität im Vergleich zu den ersten Folgen wesentlich besser geworden, an den Dialogen sollte aber noch gearbeitet werden – der erste Dialog in Folge eins begann übrigens mit: Anna Weigel: „Chris! Chris!“ Chris Weigel: „Hallo Schwesterherz.“ Was aus Anna und Chris geworden ist, ist nicht überliefert, aber Fans der ersten Stunde werden es bestimmt wissen.

Fast von Anfang an mit dabei ist Isabell Hertel, die die Rolle der Ute Kiefer spielt. Über ihre Zeit bei „Unter uns“ sagt sie: „Das fühlt sich manchmal wirklich surreal an. Eine so lange Zeit!“ Auf der anderen Seite seien die Jahre wie im Flug vergangen. „Dass es diese Serie so lange gibt, hätte am Anfang wahrscheinlich niemand gedacht.“ Und, wie es bei RTL heißt, sei auch bislang kein Ende geplant. „10.000 Folgen kommen sicher noch zustande, das sind ja ‚nur‘ zwölf Jahre.“ Wenn die Zuschauerinnen und Zuschauer mitspielen …

„Unter uns“: Zum Jubiläum wird es dramatisch

Für den Erfolg der Serie sorgen auch die regelmäßigen Auftritte zahlreicher Gaststars. So spielte bei der Folge am 11. November die Kölner Kultband Brings ihre Karnevalssongs „live“ bei einer Party in der Schillerallee. Und zu den weiteren Stars, die mal bei der Soap in der Vergangenheit vorbeischauten, gehören unter anderem Nino de Angelo, Cathy Hummels, Bruce Darnell, Sonya Kraus, Patricia Kelly, Ross Anthony, Beatrice Egli, Mathieu Carrière, Larissa Marolt und Markus Lanz.

Aber auch „Unter uns“ hat Stars und Sternchen „produziert“. Wayne Carpendale beispielsweise oder Svenja Jung, Wolfram Grandezka, Diana Staehly und Marco Girnth starteten hier ihre Karrieren. Grund zum Feiern gibt es also genug, übrigens mit einer Mascarpone-Sahne-Torte mit Himbeeren aus der Konditorei Weigel. Das Rezept gibt es bei RTL.

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Und auch die 7000. Folge selbst ist dann recht spektakulär: Es wird mal wieder geheiratet, wie schon etwa 30-mal zuvor in dieser Soap. Diesmal trifft es Sina (Valea Scalabrino) und Bambi, die sich endlich erneut das Jawort geben wollen. Allerdings hat Trauzeugin Vivien Lassner (Sharon Berlinghoff) ein ungutes Gefühl. Und leider behält sie recht. Es kommt also plötzlich bei dem Hochzeitsfest zu einer Geiselnahme, in deren Mittelpunkt Stella Richter (Bettine Langehein) und ihr durchgeknallter Ex stehen. Die Folge endet hochdramatisch.

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