Rassismusdebatte

ARD will „Winnetou“ nicht mehr ausstrahlen – ZDF zeigt Karl-May-Filme weiter

Die ARD zeigt nicht mehr die „Winnetou"-Filme von Karl May.

Die ARD zeigt nicht mehr die „Winnetou"-Filme von Karl May.

Die ARD strahlt keine „Winnetou“-Filme mehr aus. Nachdem die Senderechte der ARD an den „Winnetou“-Filmen 2020 endeten, würden diese nicht mehr gezeigt, bestätigte die ARD am Freitag in München. Die Rechte daran seien „von einem Mitbewerber“ erworben worden.

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Das ZDF will Karl-May-Verfilmungen mit Pierre Brice und Lex Barker dagegen weiter zeigen, unter anderem am Tag der Deutschen Einheit. „Das ZDF besitzt Ausstrahlungsrechte für diverse Karl-May-Filme, die in den nächsten Jahren zur Sendung kommen“, teilte eine Sprecherin am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit. „,Winnetou und das Halbblut Apanatschi‘ wird beispielsweise am 3.10. um 11.30 Uhr ausgestrahlt“, sagte sie. In dem Film - einer deutsch-italienisch-jugoslawischen Koproduktion von 1966 - sind auch die junge Uschi Glas und der Schauspieler Götz George zu sehen.

In den vergangenen Tagen war durch den Ravensburger Verlag eine erneute Diskussion über Winnetou-Bücher und -Filme entfacht worden. Der Verlag stoppte die Auslieferung zweier neuer Bücher zum Film „Der junge Häuptling Winnetou“ und nahm sie aus dem Programm. In sozialen Netzwerken hatte es Proteste gegeben, weil die rassistische, klischeehafte Darstellung amerikanischer Ureinwohner diese diskriminierte. Zudem ging es um Kritik an sogenannter kultureller Aneignung.

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Nicht alle Filmklassiker werden gestrichen

Der Bayerische Rundfunk erklärte der „Bild“-Zeitung, er würde die Filmklassiker weiterhin ausstrahlen. „Im Einzelfall wird bei allen Filmen stets geprüft, ob der jeweilige Film in unser Programm passt“, sagte eine Sprecherin des BR.

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Auch Ravensburger nimmt „Winnetou“-Artikel aus dem Sortiment

Die Diskussion darüber, ob die „Winnetou“-Filme und -Bücher rassistische Vorurteile bedienen und eine kolonialistische Erzählweise widerspiegeln, hat Ravensburger dazu gebracht, ihr Sortiment zu verkleinern. Puzzle, Stickeralben und das neu erschienene Buch „Der junge Häuptling Winnetou“ werden nicht mehr verkauft.

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„Wir haben die vielen negativen Rückmeldungen zu unserem Buch ‚Der junge Häuptling Winnetou‘ verfolgt und wir haben heute entschieden, die Auslieferung der Titel zu stoppen“, hieß es in einer bei Instagram veröffentlichten Mitteilung.

RND/chs/epd/dpa

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