Kauf von Kokain

Beamter gesteht in Prozess um Drogenskandal bei Münchner Polizei

Ein Münchner Polizeibeamter hat das Kaufen und weiterverkaufen von Drogen vor Gericht zugegeben.

Ein Münchner Polizeibeamter hat das Kaufen und weiterverkaufen von Drogen vor Gericht zugegeben.

München. In einem weiteren Verfahren zum Drogenskandal bei der Münchner Polizei hat ein Beamter die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft eingeräumt. Der 35-Jährige gestand zum Prozessauftakt vor dem Amtsgericht am Donnerstag, mindestens hundert Mal Kokain bei einem Dealer gekauft zu haben, der auch andere Kollegen mit Rauschgift versorgt haben soll. Zudem habe er Drogen an Bekannte weitergegeben und weiterverkauft.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Laut Anklage hatte der mittlerweile suspendierte Polizist zwischen 2016 und 2018 fast 150 Mal Kokain erworben. Demnach ließ er sich 2017 auch Drogen auf das Oktoberfestgelände liefern und half dem Dealer, eine Tasche mit Rauschgift an den Eingangskontrollen vorbeizuschmuggeln. Der Angeklagte sagte aus, er sei wegen psychischer Belastungen in eine Alkohol- und Drogensucht abgerutscht. Dazu habe auch ein Einsatz beim Anschlag im Olympia-Einkaufszentrum im Sommer 2016 gehört.

Der Drogenskandal hatte das Polizeipräsidium München 2020 erschüttert. Die Staatsanwaltschaft führte 39 Ermittlungsverfahren gegen 37 Polizeibeamte und erhob sechs Anklagen. Im Februar war ein Beamter, der Drogen erworben und weiterverkauft hatte, zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

RND/dpa

Mehr aus Panorama

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen