Recht auf Abtreibung gekippt

Supreme-Court-Richter Kavanaugh muss Steakhouse durch Hintertür verlassen

Der Supreme-Court-Richter Brett Kavanaugh. (Archivbild)

Der Supreme-Court-Richter Brett Kavanaugh. (Archivbild)

Washington. Er war einer der Richter am Obersten Gerichtshof, die in den USA das landesweite Recht auf Abtreibung gekippt haben: Brett Kavanaugh. Die Entscheidung sorgte in den USA für viel Unverständnis und Wut, in der Debatte darüber geriet der Richter in den letzten Wochen immer wieder ins Zentrum von Anfeindungen.

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In der vergangenen Woche kam es dann zu einem Zwischenfall, der inzwischen für zahlreiche Schlagzeilen sorgt: Die US-Tageszeitung „Politico“ berichtet, dass Demonstrantinnen und Demonstranten vor einem Restaurant aufgetaucht seien, in dem Kavanaugh zu Abend aß. Die Demonstrierenden hätten den Manager des Restaurants angerufen und ihn aufgefordert, den Richter rauszuwerfen.

Kavanaugh habe deshalb das Washingtoner Steakhouse „Morton‘s“ durch die Hintertür verlassen müssen, twitterten Demonstranten im Anschluss. „Wir haben gehört, dass sich Kavanaugh mit seinem Sicherheitsteam nach hinten rausgeschlichen hat“, heißt es in dem Tweet. Das Restaurant „sollte sich schämen, einen Mann willkommen zu heißen, der Frauen so eindeutig hasst“.

Spott für Richter Kavanaugh

Gegenüber dem „Politico“-Reporter Daniel Lippman bestätigte ein Mitarbeiter des Restaurants den Vorfall.

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Der Vertreter des Restaurants kritisierte die Aktion: Die Störung des Abendessens aller Kunden sei „ein egoistischer und unanständiger Akt“ gewesen. „Die Politik, egal auf welcher Seite man steht oder welche Ansichten man vertritt, sollte nicht auf der Freiheit herumtrampeln, sich zu versammeln und zu Abend zu essen.“ Richter Kavanaugh selbst äußerte sich bislang nicht.

Die Ereignisse wurden von einigen Gegnerinnen und Gegnern der Supreme-Court-Entscheidung mit Spott kommentiert. So twitterte Chasten Buttigieg, der Ehemann von Verkehrsminister Pete Buttigieg: „Es klingt so, als ob er nur etwas Privatsphäre wollte, um seine eigenen Essensentscheidungen zu treffen.“ Der bekannte amerikanische Autor spielt damit auf die Probleme an, mit denen Frauen, die abtreiben wollen, in einigen US-Bundesstaaten konfrontiert sind.

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Laut der amerikanischen Nachrichtenseite „Business Insider“ wurde das Steakhouse nach seinem Statement zu dem Vorfall mit gefälschten Reservierungen überschwemmt.

RND/lin

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