Das Sommertier

Foto: Wenigstens Kängurus helfen mit spannenden Geschichten den Journalisten weiter.

Foto: Wenigstens Kängurus helfen mit spannenden Geschichten den Journalisten weiter.

Was ist eigentlich mit der Tierwelt los in diesem Sommer? Kein kecker Kaiman, der in Dormagen Badegäste terrorisiert? Kein wackerer Wels, der Hundertschaften von Polizisten und Lokalreportern auf Trab hält? Keine rabaukige Riesenschildkröte oder sonstiges alliterativ ansprechendes Schlagzeilenmonster, das sich erbarmt und ab und zu in einer saarländischen Fußgängerzone mit einem herzhaften "Buh!" Passanten erschreckt?

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Flora: läuft. Fauna: nix. Flora und Faula. Wie soll man anständig Sommerlöcher füllen, wenn unsere arbeitsscheuen Mitgeschöpfe Lebeschön machen?

Bloß im Sauerland haben sie ein halbherzig herumhüpfendes Känguru (Augenzeugin Annette P., 48: "Wir blieben beide vor Schreck stehen und schauten uns in die Augen.") (Das Känguru ist seither in Behandlung.). Aber angesichts dessen, was im Sauerland ganzjährig herumhüpft, fällt ein Känguru auch nicht weiter auf. (Fangfrage: Wie heißt Känguru auf Türkisch? Eben nicht Kängürü. Ganz im Gegenteil: Kanguru.)

Statt Sommerlochtier nur die üblichen Langweiler: Hunde, Katzen, Insekten. Ich bin eher so der Katzentyp. Hunde sind Wölfe ohne Ideale.

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Und Insekten sind ja nun das Letzte. Ihr einziger Beitrag zur Lebensqualität ist die Tatsache, dass Motorradfahrer zur Versorgung mit proteinreicher Nahrung bei 180 Stundenkilometern keine Raststätte ansteuern müssen. Es genügt, den Mund zu öffnen. Wespen zum Beispiel werden eines Tages die Welt regieren. Die Wespe ist der Matthias Sammer des Tierreichs: humorfrei, effizient und giftig.

Die gemeine Killerwespe (lat. Vespa infama aua aua) ernährt sich laut Fachmagazin "Yahoo News" ausschließlich von Erdbeerkuchen und Kleinsäugern (Ponys, Schulkinder). Ihr Stachel perforiert mühelos Kleinwagenkarosserien. Wespen sind wie die Nerds, die in der Schule terrorisiert werden und dann später mit irgendwelchen indonesischen Nasebohr-Apps Milliardäre werden. Wespe heißt auf Indonesisch übrigens tawon. Das kommt tawon. Schönes Wochenende!

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