Ein Leben in Staub und Braus

"Curiosity" hat ein Selfie vom Mars geschickt – rätselhaft: Der Arm, auf dem die Kamera montiert ist, bleibt allerdings unsichtbar.

"Curiosity" hat ein Selfie vom Mars geschickt – rätselhaft: Der Arm, auf dem die Kamera montiert ist, bleibt allerdings unsichtbar.

Keine Tankstelle, keine Kneipe, keine Drive-ins weit und breit, nicht mal Aliens. Da kommt natürlich Langeweile auf, und die demonstriert das geländegängige Weltraumcabrio – natürlich All-Rad, haha – auf eine feinsinig ironische Art: "Curiosity" sendet Selfies. Chic schräg in Positur, wie es eine Werbeagentur eines Autokonzerns nicht besser inszenieren könnte – und dann klick, klick, klick. So die offizielle Version.

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In Houston fragen sie sich gerade, ob sie zweieinhalb Milliarden Dollar ausgegeben haben, damit diese eitle Gockelkarre sich da oben selbst fotografiert. Die Atmosphäre ist angespannt. Der auf den Bildern fehlende Selfiearm sei einer speziellen Aufnahmetechnik mit Einzelbildern zu verdanken, bei deren Zusammensetzung der Arm nicht mehr zu sehen ist, erklären die Wissenschaftler der Nasa hastig und – wie bei Marsforschern üblich – errötend.

Denn die Wahrheit ist eine andere. In Wahrheit hat die Weltraumbehörde längst die Kontrolle über ihr Experiment verloren. In Wahrheit lebt das Fliewa­tüüt da oben längst ein verschwenderisches Eigenleben und führt seine gesamte Beobachterschaft seit Monaten an der Nasa herum. Denn "Curiosity" hat auf dem Mars Leben gefunden. Er nennt sich mittlerweile Cu, lebt in einer luxuriösen Großraumgarage, hat einflussreiche Kumpels und eine Art Katze, fährt aufgebrezelte Mars-Chicks durch die Gegend und hat sich am ganzen Fahrwerk tunen lassen. Bei den ständigen Gelagen hört man Simply Red und Bruno Mars, lacht über die Nasa und dröhnt sich mit Orbit ohne Zucker zu.

Alle paar Tage lädt Cu dann seine ganze Community zu Fotosessions ein, postet anschließend die coolen Pics auf Spacebook – und ein paar Bilder mit Geröll zur Nasa. In Houston haben sie am Anfang noch bei jedem Foto ’ne Flasche Sekt aufgemacht. Doch die Skepsis nahm zu. Das angebliche Selfie, tatsächlich von Cu’s Kumpel Alf Romeo aufgenommen, gab den Forschern jetzt den Rest. Houston droht mit Abbruch der Mission.

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Die Stinkefinger-Fotos sind schon unterwegs.

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