Es war auch zu warm und zu trocken

Ein Monat der Extreme: Sonnigster März seit Aufzeichnungsbeginn

Frühlingswetter in Berlin.

Frühlingswetter in Berlin.

Offenbach. Der März 2022 war der sonnenscheinreichste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1951. Das meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Mittwoch nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen. Der Rekord gelte sogar mit „sehr deutlichem Abstand zum bisherigen Spitzenreiter aus dem Jahre 1953“, sagt DWD-Pressesprecher Andreas Friedrich. Der März 2022 habe sogar den vieljährigen Mittelwert für den Juli übertroffen.

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Mit mehr als 235 Stunden überstieg die Sonnenscheindauer im März das Soll von 111 Stunden für die Periode 1961 bis 1990 um mehr als das Doppelte. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 betrug die positive Abweichung gut 85 Prozent. Im März 1953 waren 195 Sonnenstunden gemessen worden.

Der März 2022 war auch deutlich zu warm: Der Temperaturdurchschnitt lag mit 5,1 Grad Celsius um 1,6 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 betrug die Abweichung plus 0,5 Grad. Der wärmste Tag war 28. März, wo bei Regensburg mit 23,0 Grad die bundesweit höchste Temperatur des Monats gemessen wurde.

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März zu sonnig und zu trocken

Und der März war zu trocken: 2022 fiel mit aufgerundet 20 Litern pro Quadratmeter deutlich zu wenig Niederschlag. Das waren nur 35 Prozent des Solls der Referenzperiode 1961 bis 1990. Verglichen mit der Periode 1991 bis 2020 waren es nur 35 Prozent. „Damit zählte der März zu den trockensten seit Beginn kontinuierlicher Wetteraufzeichnung 1881“, wie der DWD berichtete. Am meisten Niederschlag gab es am 15. in Marktschellenberg in Bayern mit 25,4 Litern pro Quadratmetern.

Anfang März blieb es trotz viel Sonnenschein noch relativ kalt. Reit im Winkl (Landkreis Traunstein) verzeichnete am 1. März mit minus 11,2 Grad den tiefsten Monatswert. „Der März verbuchte im Mittel 18 Frosttage und war damit der frostreichste Monat im Winterhalbjahr“, berichtete der DWD.

Wetterbilanz für 2021: zu warm und von Starkregen geprägt

Am Montag hatte der DWD die Wetterbilanz für das vergangene Jahr veröffentlicht – und die bestätigt demden Angaben zufolge zufolge klar den Trend der globalen Erwärmung. Es sei das elfte zu warme Jahr in Folge gewesen. Die Durchschnittstemperatur lag demnach mit 9,2 Grad um knapp ein Grad über dem Wert der Referenzperiode 1961 bis 1990. Ende Dezember 2021 hatte der DWD schon eine vorläufige Jahresbilanz vorgelegt, aus der viele der Daten bereits hervorgingen.

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RND/dpa

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