Ein Ostfriese der besonderen Art

Uwe Janssen, so viel kann hier verraten werden, hat eine Vergangenheit als Einradfahrer.

Uwe Janssen, so viel kann hier verraten werden, hat eine Vergangenheit als Einradfahrer.

Sicher ist: Uwe Janssen ist nicht wie alle Ostfriesen. Schon deshalb, weil er die heimische Scholle (paniert) bereits im zarten Alter von 27 Jahren mit nichts als einem Lendenschurz aus Seehundleder am Leib in Richtung Großstadt (Münster) verlassen hat. Dort versuchte er sich als Einradfahrer, Musikclown und Medikamententester, bevor er als "Häuptling Adlerauge" ein soziales Jahr bei einem bis dahin unbekannten Apachenstamm an der holländischen Grenze absolvierte und Lesen lernte.

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Kreidebleich hinterm Deich

Geboren wurde Janssen an einem heißen Hochsommertag im April 1965 kreidebleich gleich hinterm Deich in einer Behausungsanballung nahe Neuharlingersiel. Schon als Kind erlangte er lokale Berühmtheit als "der Friese mit der Friese", bevor er aus Einsamkeit die kurzlebige Religionsgemeinschaft "Die Zeugen Jan Hofers" gründete. Einzige Mitglieder waren Janssen selbst und das Schaf Matilda, das nicht rechtzeitig die Weide gesucht hatte.

In Münster studierte Janssen dann Nachtangeln, Satzbau und Grimmatik, wenn er nicht gerade wochenlang vor sich hinmigränte. Ein Zubrot verdiente er sich mit dem Auftragen der alten Haarteile von Europe, bevor es ihn in den politischen Wirren der Neunzigerjahre nach Hannover verschlug, wo er von einer sozial engagierten Zeitung aufgenommen wurde. Erstmals wurde er nicht mehr mit Buttermilch und Leberwurst bezahlt.

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Im Pavillon mit Mathilda

Aus Dankbarkeit schreibt er seitdem lustige Dinge, so im Sonnabend erscheinenden Wochenendmagazin "sonntag". Teile daraus bringt er an der Seite irgendeines horizontal herausgeforderten Bühnenpartners zum Vortrag. Gerüchte, dass sein einziger Wortbeitrag aus einem genuschelten "Jo" besteht, will er am 21. Oktober im Pavillon Hannover öffentlich zerstreuen. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Matilda hat bereits zugesagt.

  • Janssen & Grimm: "Mussja", am 21. Oktober, 20 Uhr, im Pavillon Hannover.

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