Mann gesteht sexuellen Missbrauch seiner Stieftochter

Der Angeklagte (l) sitzt neben seinem Anwalt Torsten Kossyk im Verhandlungssaal im Landgericht. Der Mann ist wegen zahlreichen Fällen sexuellen Missbrauchs eines Kindes angeklagt.

Der Angeklagte (l) sitzt neben seinem Anwalt Torsten Kossyk im Verhandlungssaal im Landgericht. Der Mann ist wegen zahlreichen Fällen sexuellen Missbrauchs eines Kindes angeklagt.

Schwerin. Ein 45-Jähriger hat vor dem Landgericht in Schwerin gestanden, seine Stieftochter sexuell missbraucht zu haben. Das gab der Mann zum Auftakt der Verhandlung am Dienstag an. Das Mädchen war zur Zeit der eingestandenen Taten elf Jahre alt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Dem Geständnis ging eine Vereinbarung zwischen der Strafkammer, der Staatsanwältin und dem Verteidiger voraus. Demnach wurde dem Mann, der seit einem Jahr mit seiner Familie in Nordwestmecklenburg lebt, ein Strafmaß von höchstens fünfeinhalb Jahren zugesichert. Mit dem Geständnis sollte dem Mädchen erspart bleiben, vor Gericht erneut aussagen zu müssen.

Nach Ansicht der Schweriner Staatsanwaltschaft begann der Missbrauch des Kindes bereits 2016. Das Verfahren dazu sei aber durch die Behörden am damaligen Wohnort der Familie in Bayern eingestellt worden. Für den nun laufenden Prozess würden diese zunächst ebenfalls angeklagten, mutmaßlichen Missbrauchsfälle im Rahmen der Verständigung vorläufig aber nicht mit einbezogen, hieß es. Einige der nun in Rede stehenden sexuellen Übergriffe soll der Mann mit seinem Handy gefilmt haben.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Angeklagte lenkt Verdacht auf erwachsenen Sohn

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten weiterhin vor, einen Unschuldigen seiner Taten bezichtigt zu haben. Mit Fotos, Videos und Chat-Nachrichten, für die er das Handy seiner Stieftochter benutzte, versuchte er, den Verdacht auf seinen erwachsenen Sohn aus einer früheren Ehe zu lenken.

Der Angeklagte teilte über seinen Verteidiger zum Missbrauch im vergangenen Jahr mit, er sei „erschrocken über sich selbst“ und er schäme sich. Die falschen Beschuldigungen gegenüber seinem Sohn bezeichnete er als „schäbig und verachtenswert“. Das Landgericht hat insgesamt neun Verhandlungstage angesetzt. Der Prozess wird am Donnerstag mit der Vernehmung mehrerer Zeugen fortgesetzt.

RND/dpa

Mehr aus Panorama

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen