Mordprozess: Verteidiger fordert Haftentlassung wegen Corona-Krise

Ein wegen Anstiftung zum Mordes angeklagter Unternehmer soll nach dem Willen seines Verteidigers aus der Haft entlassen werden (Symbolbild).

Ein wegen Anstiftung zum Mordes angeklagter Unternehmer soll nach dem Willen seines Verteidigers aus der Haft entlassen werden (Symbolbild).

Frankfurt/Main. Der Unternehmer Alexander Falk soll nach dem Willen seines Verteidigers aus der Haft entlassen werden. Der 50-Jährige steht wegen Anstiftung zum Mord vor dem Landgericht Frankfurt. Am Mittwoch appellierte sein Verteidiger an das Gericht, den Haftbefehl außer Vollzug zu setzen. "Gerade in dieser Zeit braucht ihn seine Familie", sagte der Rechtsanwalt. Die Corona-Pandemie mache eine Fluchtgefahr unmöglich und auch die Gefahr einer Verdunklung sehe er derzeit nicht. Der Angeklagte hat eine Ehefrau und fünf minderjährige Kinder. "Wir sind bereit für jede Kaution und richten uns dabei nach Ihnen", sagte der Verteidiger.

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Vor Gericht erläuterte der Ermittlungsführer der Kriminalpolizei Details zu den Aufklärungsarbeiten seit Februar 2010, als auf einen Frankfurter Rechtsanwalt geschossen worden war. Falk wird zur Last gelegt, diese Tat in Auftrag gegeben zu haben, weil der Rechtsanwalt zuvor millionenschwere Forderungen gegen ihn gerichtlich geltend gemacht hatte. Der Verteidiger erhob indes schwere Vorwürfe gegen den Beamten: “Ich habe noch niemals eine so desaströse Aktenführung erlebt”, sagte der Verteidiger.

Falk bestreitet den Mordauftrag

Der Prozess soll am Donnerstag fortgesetzt werden. Im Zeugenstand soll dabei Falks ehemaliger Mitverteidiger aussagen. Falk muss sich seit August vergangenen Jahres vor der Schwurgerichtskammer verantworten. Seit September 2018 sitzt er in Untersuchungshaft. Er bestreitet den Mordauftrag. "Ich bin seit sieben Wochen kübelweise mit Schmutz übergossen worden", sagte er am Mittwoch in einer kurzen Stellungnahme vor Gericht.

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RND/dpa

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