20 Angeklagte

Pariser Terrorprozess: Plädoyers der Anklage haben begonnen

PARIS, FRANCE - SEPTEMBER 07: Pedestrians walk past the entrance of the Bataclan theatre on September 7, 2021 in Paris, France. In November 2015, three teams of jihadists launched a suicide-bombing and gun assault on bars, restaurants and the Bataclan concert hall, killing 130. Tomorrow is the first day of what is scheduled to be a nine-month trial over these attacks, with 14 of 20 defendants present, including the sole surviving attacker. The Islamic State claimed responsibility for the attacks, which were allegedly planned from Syria. (Photo by Siegfried Modola/Getty Images)

PARIS, FRANCE - SEPTEMBER 07: Pedestrians walk past the entrance of the Bataclan theatre on September 7, 2021 in Paris, France. In November 2015, three teams of jihadists launched a suicide-bombing and gun assault on bars, restaurants and the Bataclan concert hall, killing 130. Tomorrow is the first day of what is scheduled to be a nine-month trial over these attacks, with 14 of 20 defendants present, including the sole surviving attacker. The Islamic State claimed responsibility for the attacks, which were allegedly planned from Syria. (Photo by Siegfried Modola/Getty Images)

Paris. Der aufwendige Prozess um die islamistischen Terroranschläge 2015 in Paris mit 130 Toten geht auf die Zielgerade. Neun Monate nach Start des Verfahrens haben am Mittwoch die Plädoyers der Anklage begonnen. Zum Strafmaß für die 20 Angeklagten wollen die drei Staatsanwälte sich zum Abschluss der Plädoyers voraussichtlich am Freitag äußern. Die Urteile könnten Ende Juni fallen. In dem Prozess wurde inzwischen an über 130 Tagen verhandelt. Zuletzt hatten die Anwälte der vielen Hundert Nebenkläger das Wort, die unter anderem auf das Leid der Opfer und Überlebenden eingingen.

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Bei der Anschlagsserie am 13. November 2015 hatten Extremisten insgesamt 130 Menschen getötet. Drei Angreifer verübten ein Massaker im Konzertsaal „Bataclan“, andere griffen Bars und Restaurants an. Am Stade de France sprengten sich zudem während eines Fußball-Länderspiels zwischen Deutschland und Frankreich drei Selbstmordattentäter in die Luft. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Taten, die Frankreich ins Mark trafen, für sich.

Der Mehrheit der Angeklagten drohen 20 oder mehr Jahre Haft, darunter auch dem einzigen Überlebenden des Terrorkommandos, Salah Abdeslam. Dieser hatte seine Beteiligung an den Anschlägen vor Gericht zwar eingeräumt und umfangreich ausgesagt. Allerdings ließ er sämtliche wichtigen Fragen unbeantwortet. Wer die Anschlagserie plante, finanzierte und koordinierte, die Ziele festsetzte und wo ursprünglich weitere Attacken geplant waren, sagte der Franzose nicht. Auch die übrigen Angeklagten trugen nicht nennenswert zur Aufklärung dieser Kernfragen bei, die Frankreich weiterhin umtreiben.

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Gegen sechs Angeklagte wird der Prozess in Abwesenheit geführt. Fünf von ihnen kamen vermutlich in der Zwischenzeit in Syrien ums Leben, einer ist wegen Terrorvorwürfen in der Türkei inhaftiert.

RND/dpa

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