Purzel und die Frutarier

Zur Freude aller auf dem Vormarsch: Der handmodellierte vegane Weihnachtsbraten.

Zur Freude aller auf dem Vormarsch: Der handmodellierte vegane Weihnachtsbraten.

Weihnachten! Immer noch ein Renner im deutschen Festtagskalender. Statistisch geben sich die meisten Deutschen kurz vor dem Jahresende ungebrochen dem traditionellen mehrtägigen Spektakelreigen mit Feiern, Futtern, Anstoßen und Geschenkeaustauschen hin, manche sind infolge von Geschenkevertauschen später mit Geschenkeumtauschen befasst, manche auch mit Geschenkeumtaufen oder Geschenkeumlaufen, wenn es mal wieder ein orientierungsloses Kleintier sein sollte, bei dem der Name Purzel schon zum Lieferumfang gehört.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Essenstechnisch spielt sich das Weihnachtsfest irgendwo zwischen aufgetellerten großen Tieren im Stück und Würstchen mit Kartoffelsalat ab. Wegen aktueller Ernährungstrends variieren manche Traditionen, ohne die Anbindung an das Fest zu verlieren. Bereits seit Anfang Dezember sind fimoerfahrene Veganerkinder mit dem Tofumodell der Weihnachtsgans beschäftigt.

Ernährungstrends berücksichtigen

Gemäßigte Frutarier fangen Heiligabend mit dem hemmungslosen Verzehr von Apfel, Nuss und Mandelkern an und bestehen am zweiten Weihnachtstag zu 50 Prozent aus ungesättigten Fettsäuren, was ihnen mitunter einen glänzenden Teint verleiht.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Hardcore-Frutarier warten gemäß ihren ethischen Grundsätzen unter dem Baum, bis ein Apfel herunterfällt, was je nach Sorte sechs bis zehn Monate dauern kann. Wenn es zu kalt wird, kann man Frutarier nachts in die Garage tragen und am nächsten Morgen wieder unter den Baum stellen.

Strategische Streitplanung

Fester Bestandteil des Weihnachtsfests ist der Familienstreit. Manche bevorzugen spontane Zoffimprovisation, andere haben eine klare Strategie, wen sie an welchem Tag aus welchen Gründen in die Pfanne hauen wollen. Bei guter Planung sind Parallelstreitigkeiten durchaus möglich.

Ein Generalstreit mit allen Beteiligten inklusive Androhung von Enterbung und Abreise sollte erst am zweiten Feiertag angezettelt werden, weil sonst zu viel Essen übrig bleibt. Schlägereien sind zu vermeiden, die Tischdecken sind schließlich nur einmal im Jahr so weiß.

Am 28. Dezember ist dann alles wieder in Ordnung, man einigt sich auf ein Unentschieden, geht Handstaubsauger umtauschen. Oder Purzel. Oder wie er jetzt heißt. Frohes Fest!

Mehr aus Panorama

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken