UN-Drogenkontrollrat: Werbung für Alkohol und Cannabis in sozialen Medien verstärkt den Konsum

Werbung für Cannabis könne zu verstärktem Konsum führen, heißt es. (Symbolbild)

Werbung für Cannabis könne zu verstärktem Konsum führen, heißt es. (Symbolbild)

Wien. Online-Plattformen verführen aus Sicht des UN-Drogenkontrollrates (INCB) junge Menschen zu verstärktem Konsum von verbotenen Substanzen. Unter anderem würden Influencer und Prominente in sozialen Medien Drogen verharmlosen und verherrlichen, warnte das Gremium in seinem jährlichen Trendbericht, der am Donnerstag in Wien veröffentlicht wurde.

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Die Botschaften würden dann von den Algorithmen der Plattformen verstärkt: Wenn Menschen auf sozialen Medien Accounts mit solchen Botschaften abonnieren, würden ihnen automatisch ständig ähnliche Inhalte angeboten. „So entsteht eine Echokammer, die ihre bestehenden Entscheidungen und Meinungen bestärkt und verstärkt“, schrieb der INCB.

Studie zu Twitter-Nachrichten, die Alkohol und Cannabis bewerben

Der Rat verwies auf eine ungenannte Studie zu Twitter-Nachrichten, die Alkohol und Cannabis bewarben. Bei jungen Erwachsenen, die diesen Inhalten verstärkt ausgesetzt waren, sei ein signifikanter Zusammenhang mit höherem Alkohol- und Cannabiskonsum festgestellt worden. Der INCB wies darauf hin, dass Drogen auf sozialen Medien auch zum Kauf angeboten werden. Die Plattformen sollten deshalb von Regierungen stärker kontrolliert werden, hieß es.

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Der INCB drückte erneut seine Sorge über den Trend zur Legalisierung von Cannabis für nicht-medizinische Zwecke in einigen Ländern aus. Dies widerspreche den bestehenden UN-Drogenkontrollabkommen. Die deutsche Regierung will laut ihrem Koalitionsvertrag eine kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken in bestimmten lizenzierten Geschäften erlauben.

RND/dpa

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