Von Affen geerntet: Tierschützer warnen vor Kokosmilch in deutschen Supermärkten

In Thailand werden Affen zur Ernte von Kokosnüssen auf Plantagen eingesetzt (Symbolbild).

In Thailand werden Affen zur Ernte von Kokosnüssen auf Plantagen eingesetzt (Symbolbild).

Selten lässt sich für Verbraucher genau nachverfolgen, wo die Produkte im Supermarktregal eigentlich herkommen - und unter welchen Voraussetzungen sie produziert werden. Die Tierschutzorganisation Peta warnt nun vor Kokosmilch bestimmter Hersteller, die auch in deutschen Supermärkten zum Verkauf steht. Laut Peta würden auf einigen Kokosnuss-Plantagen in Thailand Affen eingesetzt werden, um Kokosnüsse zu ernten. Die Tiere würden dafür in freien Wildbahn gefangen, entsprechend trainiert und schließlich angekettet in Käfigen gehalten werden.

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In dem Beitrag der deutschen Peta teilten Tierschützer aus Thailand ihre Beobachtungen auf insgesamt acht Plantagen. Nach Angaben der Tierschutzorganisation handele es sich dabei um Kokosnüsse der großen thailändischen Marken Aroy-D und Chaokoh, die ihre Produkte auch nach Deutschland und Großbritannien exportieren. Die Kokosnüsse würden nicht nur zur Weiterverarbeitungen von Kokosmilch, sondern auch zu der von Kokoswasser und Kokosöl dienen.

Affen werden angekettet und in Käfigen eingesperrt

Die Nachforschungen der thailändischen Tierschützer hätten ergeben, dass die Affen zur Ernte von bis zu 1.000 Früchten pro Tag gezwungen werden. Dabei seien die Tiere konstant mit Metallhalsbändern und einer Schnur angeleint. Sollten Tiere nicht kooperieren wollen, würden ihnen die Reißzähne gezogen werden, so die Tierschützer. Außerdem seien die Tiere in kleinen, isolierten Metallkäfigen untergebracht. Veröffentlichte Aufnahmen der Organisation bei Youtube zeigen außerdem, wie einige Affen für ihre Art untypische Verhaltensmuster zeigen.

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Peta weist außerdem darauf hin, dass die meisten Kokosnuss-Plantagen außerhalb Thailands zum Beispiel in Brasilien, Kolumbien und Hawaii, andere Methoden zur Ernte einsetzen. Dort gebe es mittlerweile bestimmte Techniken, wie hydraulische Traktoraufzüge oder ein Leitersystem. In Großbritannien haben einige Supermärkte bereits Konsequenzen gezogen: Wie die “BBC” berichtete, hätten einige Ketten wie Co-op und Waitrose die entsprechenden Produkte aus ihren Regalen entfernt.

RND/al


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