Weltkriegsbombe entschärft - A7 und Flughafen Hamburg betroffen

Ein Sonderbus des HVV mit der Aufschrift "Sonderlinie 1 Evakuierung" steht an einer Bushaltestelle auf der gesperrten Friedrich-Ebert-Straße im Stadtteil Schnelsen. Bei der Suche nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg haben Arbeiter in Hamburg-Schnelsen eine 1000-Pfund-Bombe gefunden. Mittlerweile ist der Blindgänger entschärft.

Ein Sonderbus des HVV mit der Aufschrift "Sonderlinie 1 Evakuierung" steht an einer Bushaltestelle auf der gesperrten Friedrich-Ebert-Straße im Stadtteil Schnelsen. Bei der Suche nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg haben Arbeiter in Hamburg-Schnelsen eine 1000-Pfund-Bombe gefunden. Mittlerweile ist der Blindgänger entschärft.

Hamburg. Wegen der Entschärfung einer hochgefährlichen Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am Mittwochabend der Luftraum über dem Flughafen Hamburg gesperrt. Starts und Landungen waren nicht möglich, zudem wurde die Autobahn 7 gesperrt und es bildeten sich lange Staus. Die Entschärfung des gefährlichen Säurezünders gelang den Experten des Kampfmittelräumdienstes am späten Abend in Hamburg-Schnelsen. Direkt im Anschluss wurden die A7 und der Helmut Schmidt Airport wieder freigegeben.

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Es seien aber nicht sehr viele Passagiere betroffen, sagte eine Sprecherin des Flughafens. "Es ist nicht mehr so viel los, höchstens zehn Maschinen sind noch betroffen", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Dennoch bildeten sich lange Schlangen an den Schaltern. Die Flüge sollten noch am Abend abgefertigt werden. Erst ab Mitternacht müssten wegen des Nachtflugverbots Ausnahmegenehmigungen bei der Umweltbehörde beantragt werden. Der Flughafen selbst war nicht gesperrt und gut zu erreichen. Ob ankommende Flugzeuge umgeleitet wurden, konnte eine Flughafensprecherin nicht sagen, die Entscheidung lag bei den Fluggesellschaften. Viele Abholer waren im Ungewissen.

500 Menschen wurden in Sicherheit gebracht

Für die Entschärfung der 1000-Pfund-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurden in Hamburg-Schnelsen im Umkreis von 300 Metern die Häuser evakuiert. Wie die Polizei mitteilte, mussten etwa 500 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Es verzögerte sich, weil einige Personen Hilfe brauchten.

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Der Blindgänger war aufgrund seines besonderen Langzeit-Zünders nicht leicht zu entschärfen, sagte ein Feuerwehrsprecher der dpa. Es war ein Team aus acht Experten vor Ort, zwei Mann waren direkt am Säurezünder, der als sehr gefährlich gilt. Er konnte jederzeit explodieren. Zudem steckte die Bombe mit dem Zünder tief in der Erde auf einem Feld. Auch eine Sprengung war ins Auge gefasst worden, denn für die Entschärfung hatten die Experten nur einen Versuch mit einem Spezialgerät.

Für die Zeit der Aktion waren die umliegenden Straßen und der öffentliche Verkehr im Umkreis lahmgelegt - auch die A7 wurde zwischen dem Dreieck Nordwest und der Anschlussstelle Schnelsen Nord für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt. Zeitweise ging auf der Zufahrt nichts mehr, die Autofahrer wurden von der Autobahn durch die Stadt gelenkt.

RND/dpa

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