Kremlchef mit falschen Informationen?

Blinken bestätigt Berichte über Putins Berater: „In Autokratien traut sich niemand die Wahrheit zu sagen“

Antony Blinken, Außenminister der USA, spricht während einer Pressekonferenz mit Marokkos Außenminister Bourita im Außenministerium in Rabat.

Antony Blinken, Außenminister der USA, spricht während einer Pressekonferenz mit Marokkos Außenminister Bourita im Außenministerium in Rabat.

Algier. US-Außenminister Antony Blinken hat indirekt eine Einschätzung der US-Geheimdienste bestätigt, wonach der russische Präsident Wladimir Putin von seinen eigenen Beratern über den Kriegsverlauf in der Ukraine in die Irre geführt wurde.

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„Eine der Achillesfersen von Autokratien ist, dass es in diesen Systemen keine Leute gibt, die den Mächtigen gegenüber die Wahrheit sagen oder die Möglichkeit haben, den Mächtigen gegenüber die Wahrheit zu sagen“, erklärte Blinken am Mittwoch während eines Algerien-Besuchs. „Und ich denke, das ist es, was wir in Russland erleben.“

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Aus US-Geheimdienstkreisen hieß es, ranghohe Berater hätten offenbar Angst, Putin die Wahrheit zu sagen. Dem russischen Präsidenten sei etwa vorenthalten worden, dass das russische Militär Militärrekruten in der Ukraine eingesetzt habe und es unter diesen hohe Verluste gegeben habe. Der Präsident sei auch nicht im Detail darüber informiert worden, wie stark die russische Wirtschaft durch die Sanktionen der USA und deren Verbündeten Schaden genommen habe, hieß es in der Geheimdiensteinschätzung. Das habe zu Spannungen zwischen dem Kremlchef und ranghohen russischen Militärs geführt, sagte eine US-Gewährsperson. Wie die US-Geheimdienste zu dieser Einschätzung gelangt sein wollen, verriet die Quelle nicht.

RND/AP

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