"Noch strittige Punkte auf der Tagesordnung"

COP27: Bundesministerinnen gehen von Verlängerung der Konferenz aus

Bei einem Protest beim UN-Klimagipfel COP27 trägt ein Teilnehmer ein Plakat.

Bei einem Protest beim UN-Klimagipfel COP27 trägt ein Teilnehmer ein Plakat.

Scharm el Scheich. Die Bundesministerinnen Svenja Schulze und Steffi Lemke rechnen mit einer Verlängerung der Weltklimakonferenz in Ägypten. Die SPD-Politikerin Schulze sagte am Freitag im Bayerischen Rundfunk, die Verhandlungen etwa über Ausgleichszahlungen für Klimaschäden in armen Ländern dauerten noch an. „Und ich glaube auch nicht, dass das heute abgeschlossen werden kann, sondern dass wir noch eine Verlängerung brauchen.“ Lemke (Grüne) äußerte im rbb die Erwartung, dass noch bis in die Nacht hinein oder bis zum Samstag verhandelt wird, „weil ja auch noch weitere strittige Punkte auf der Tagesordnung stehen“.

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Brasilianischer Präsident Lula macht Klimaschutz zur obersten Priorität

Außerdem werde er den Klimaschutz zur obersten Priorität seiner Amtszeit machen, so der im vergangenen Monat gewählte Staatspräsident von Brasilien.

Konferenz selten mit pünktlichem Ende

Das UN-Treffen COP27 in Scharm el Scheich mit etwa 34.000 Teilnehmern soll planmäßig am späten Freitagnachmittag enden. In den vergangenen 20 Jahren ist nach einer Statistik des Klima-Portals „Carbon Brief“ keine einzige Klimakonferenz pünktlich zu Ende gegangen. Von der UN hieß es am Donnerstagabend, Essen und Transporte auf der Konferenz seien bis Sonntagabend sichergestellt.

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„China ist kein Entwicklungsland mehr“

Schulze nahm auch China in die Pflicht, zum Ausgleich von Klimaschäden in ärmeren Ländern beizutragen. „China hat im Moment 28 Prozent der Treibhausgasemissionen. Also müssen sie auch mit beitragen, mit den Schäden umzugehen. Da verstecken sie sich immer dahinter, dass sie ein Entwicklungsland seien. Aber de facto sind sie kein Entwicklungsland mehr“, sagte Schulze im Bayerischen Rundfunk. China will im internationalen Klimaschutz weiter als Entwicklungsland behandelt werden, so wie es im Kyoto-Protokoll von 1992 festgelegt wurde.

Gerungen wird in Scharm el Scheich unter anderem über die Streitfrage, ob unter dem Dach der Vereinten Nationen ein Fonds eingerichtet wird, der arme Länder für unabwendbare Klimaschäden entschädigt. Gemeint sind fatale Folgen der Erderwärmung wie Dürren, Überschwemmungen und Wirbelstürme, aber auch der steigende Meeresspiegel.

RND/dpa

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