Nach sechs Jahren

Doppelstaatlerin Zaghari-Ratcliffe darf den Iran verlassen

ARCHIV - 09.11.2021, Großbritannien, London: Richard Ratcliffe, Ehemann der lange inhaftierten Wohltätigkeitsarbeiterin Nazanin Zaghari-Ratcliffe, hält das Foto seiner Frau in den Händen, als er vor dem Amt für Auswärtige Angelegenheiten für die Freilassung seiner Frau demonstriert. Die iranischen Behörden hatten den Pass der seit mehr als fünf Jahren inhaftierten Zaghari-Ratcliffe zurückgegeben und damit die Hoffnung einer möglichen Freilassung geweckt. Nun darf Zaghari-Ratcliffe aus dem Iran ausreisen.

ARCHIV - 09.11.2021, Großbritannien, London: Richard Ratcliffe, Ehemann der lange inhaftierten Wohltätigkeitsarbeiterin Nazanin Zaghari-Ratcliffe, hält das Foto seiner Frau in den Händen, als er vor dem Amt für Auswärtige Angelegenheiten für die Freilassung seiner Frau demonstriert. Die iranischen Behörden hatten den Pass der seit mehr als fünf Jahren inhaftierten Zaghari-Ratcliffe zurückgegeben und damit die Hoffnung einer möglichen Freilassung geweckt. Nun darf Zaghari-Ratcliffe aus dem Iran ausreisen.

London. Die britisch-iranische Doppelstaatlerin Nazanin Zaghari-Ratcliffe darf den Iran verlassen. Sie sei auf dem Weg zum Flughafen von Teheran, teilte die britische Abgeordnete Tulip Siddiq am Mittwochvormittag via Twitter mit. Zaghari-Ratcliffe, die die britische und die iranische Staatsbürgerschaft besitzt, saß seit fast sechs Jahren im Iran fest. Fünf Jahre verbrachte sie im Gefängnis, bevor sie in den Hausarrest entlassen wurde.

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Erst am Wochenende hatten die iranischen Behörden ihr ihren Reisepass zurückgegeben. Der britische Premierminister Boris Johnson bestätigte kurz zuvor am Mittwoch, dass ein Verhandlungsteam in Teheran an ihrer Freilassung arbeite.

Der iranische Staatssender IRIB sagte auf seiner Website, dass sie „nach Verbüßung einer sechsjährigen Haftstrafe jetzt an die britische Regierung übergeben wurde“, so die Nachrichtenagentur AFP. Medienberichten zufolge sei auch ein zweiter Ingenieur mit doppelter Staatsbürgerschaft, der pensionierte Ingenieur Anoosheh Ashoori, freigelassen worden. Die Familien beider glaubten, dass sie als politische Gefangene festgehalten wurden, bis Großbritannien seine Schulden von 400 Millionen Pfund (475 Millionen Euro) für Verteidigungsausrüstung aus dem Iran beglichen hatte, so AFP-Informationen.

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Die britische Außenministerin Liz Truss am 16. März auf ihrem Weg zu Medieninterviews in London.

Die britische Außenministerin Liz Truss am 16. März auf ihrem Weg zu Medieninterviews in London.

Außenministerin Liz Truss sagte am Mittwoch gegenüber BBC Radio, sie habe es zu einer Priorität gemacht, sicherzustellen, „dass wir die Schulden zurückzahlen, die wir den iranischen Behörden rechtmäßig schulden“. Einen möglichen Zusammenhang zwischen den im Iran festgehaltenen Personen mit den Staatsschulden habe Truss nicht bestätigt.

Zaghari-Ratcliffe wurde im April 2016 am Teheraner Flughafen festgenommen. Später wurde sie dafür verurteilt, den Sturz der iranischen Regierung geplant zu haben. Sie selbst, ihre Unterstützer und Menschenrechtsgruppen bestritten die Vorwürfe. Der Fall sorgte jahrelang für Streit zwischen Teheran und London.

RND/AFP/AP

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