Niedrigere Quote im Pflegedienst

Erhebung der Kliniken: So viele Ärzte und Pfleger sind ungeimpft

Seit dem 15. März gilt eine Teilimpfpflicht in Deutschland. Nun sind erste Zahlen bekannt, wie viele Menschen aus dem Gesundheitswesen ungeimpft sind.

Seit dem 15. März gilt eine Teilimpfpflicht in Deutschland. Nun sind erste Zahlen bekannt, wie viele Menschen aus dem Gesundheitswesen ungeimpft sind.

Berlin. Die deutschen Krankenhäuser haben im Schnitt 6 Prozent ihrer Beschäftigten wegen fehlender Impf- oder Genesenennachweise an die Gesundheitsämter gemeldet. Das hat eine repräsentative Umfrage der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) bei knapp 400 Kliniken ergeben, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

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Bei den Pflegediensten liegt die Meldequote danach bei 7 Prozent, wobei sie bei der Intensivpflege 4 Prozent beträgt. Im ärztlichen Dienst beträgt die Quote 3 Prozent. „Die Zahlen der Umfrage belegen sehr eindrucksvoll, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vergleich zur Gesamtbevölkerung eine außerordentlich hohe und vorbildliche Impfquote aufweisen“, sagte DKG-Chef Gerald Gaß dem RND.

Einschränkungen bei der Patientenversorgung

Gaß gab gleichwohl keine Entwarnung. Angesichts der aktuell weiter steigenden Anzahl von coronapositiven Patienten und krankheitsbedingten Ausfällen beim Klinikpersonal seien Einschränkungen bei der Patientenversorgung „nicht zu verhindern“, sagte er.

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Trotz relativ geringer Meldequoten Ungeimpfter an die Gesundheitsämter rechnet der Umfrage zufolge derzeit mehr als die Hälfte der Krankenhäuser (53 Prozent) mit Einschränkungen in der Patientenversorgung bei einer möglichen Freistellung dieser ungeimpften Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit steigenden Meldequoten nimmt der entsprechende Anteil der davon betroffenen Kliniken merklich zu.

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Gaß spricht sich für allgemeine Impfpflicht aus

In Deutschland besteht seit Mitte März eine Impfpflicht für Beschäftigte in der Pflege und im Gesundheitswesen. Ungeimpften droht ein Beschäftigungsverbot. Aus der angegebenen Meldequote von durchschnittlich 6 Prozent ergibt sich im Umkehrschluss eine Impfquote des Klinikpersonals von rund 94 Prozent.

Sie ist damit gegenüber Januar noch gestiegen. Damals hatte die DKG durch eine Umfrage eine Impfquote von 89 Prozent ermittelt. In der Gesamtbevölkerung sind derzeit 85,5 Prozent der über 18-Jährigen grundimmunisiert.

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Gaß forderte erneut eine allgemeine Impfpflicht. Man dürfe nicht Gefahr laufen, im kommenden Herbst das Gesundheitswesen zu überlasten, argumentierte der Verbandschef. „Nur wenn sich deutlich mehr Menschen impfen lassen und so Klinikaufenthalte mit hoher Wahrscheinlichkeit vermeiden, ist die uneingeschränkte Patientenversorgung in den Krankenhäusern auch bei einem Wiederanstieg der Infektionen im Herbst gewährleistet“, sagte er. Die Impfung könne vielfach zwar eine Ansteckung nicht verhindern, aber sie reduziere sehr zuverlässig die schweren Verläufe, so der Verbandschef.

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