Chaos an Flughäfen

FDP fordert mehr Einsatz der Bundespolizei an Flughäfen

Flughafen Hannover: Die Bundespolizei hat am Dienstag einen gesuchten Betrüger festgenommen.

Die Bundespolizei soll dem Personalmangel an deutschen Flughäfen entgegenwirken. (Archivbild)

Darüber hinaus müsse Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) dafür sorgen, „dass die Bodendienstleister schnell und unbürokratisch Leute einstellen können – gegebenenfalls mit befristeten Verträgen“. Es sei denkbar, dafür auch Personal aus dem Ausland einzustellen. Die Bundesländer müssten alle Kräfte bündeln. „Damit die Menschen möglichst bald wieder ohne Probleme reisen können“, sagte Dürr.

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CDU-Politiker Michael Brand zeigte sich über den Vorschlag der FDP verwundert. Die Forderung der Partei passe nicht zum Handeln des FDP-Finanzministers, sagte er ebenfalls dem „Tagesspiegel“. Statt neue Aufgaben für die Bundespolizei zu fordern, solle die Koalition erst den Weg für benötigtes Personal in anderen Bereichen frei machen. Dazu zählen Brand zufolge etwa steigende Herausforderungen bei Querdenker-Demos.

Seit Wochen gibt es an Deutschlands Flughäfen massive Probleme wegen Personalmangels in der Branche. Verdi zufolge sind besonders die großen Flughäfen wie Frankfurt, Hamburg oder Berlin vom Personalmangel in allen Dienstleistungsbereichen am Boden wie Sicherheitskontrolle oder Check-in betroffen. Auch in München fehle Personal, allerdings sei die Lage dort besser, weil das Sicherheitspersonal nicht bei einer Privatfirma angestellt sei, sondern bei einer Firma im Staatsbesitz, die nach dem Tarif des Öffentlichen Dienstes bezahle.

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Die aktuelle Situation hat mehrere Gründe: Neben dem Zwangswettbewerb an den europäischen Flughäfen, der Personalkosteneinsparungen mit sich zieht, werden nun auch die langfristigen Folgen der Corona-Pandemie sichtbar. Kurzarbeit und Entlassungen während des Lockdowns konnten bis heute nicht ausgeglichen werden, was den Personalmangel weiter verschärft.

RND/rix/dpa

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