Impfkampagne in Brasilien: Sieg des gesunden Menschenverstands

Einer Frau wird in einem Impfzentrum in Rio De Janeiro der Corona-Impfstoffs von Pfizer-Biontech verabreicht. (Archivbild)

Einer Frau wird in einem Impfzentrum in Rio De Janeiro der Corona-Impfstoffs von Pfizer-Biontech verabreicht. (Archivbild)

Rio de Janeiro. Ausgerechnet Brasilien. Das Land, in dem der rechtspopulistische Präsident Jair Bolsonaro seit Pandemiebeginn verbal alles dafür tat, dass sein Volk nicht den richtigen Weg einschlug. Der ohne wissenschaftliche Belege Medikamente empfahl, die bei einer Corona-Infektion nicht halfen. Der Impfbestellungen verschlief, dessen Liveschalte kürzlich von Facebook und Youtube abgebrochen wurde, weil er – wieder ohne wissenschaftliche Belege – behauptete, Impfungen seien für HIV-Infizierte gefährlich.

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Und jetzt? Überholt Brasilien Deutschland bei der Impfkampagne, kennen die Infektions- und Todeszahlen wegen der hohen Impfbereitschaft und des Sommers nur eine Richtung: steil nach unten. Am Wochenende verkündete Rio de Janeiro stolz: Die öffentlichen Krankenhäuser sind komplett frei von stationär untergebrachten Covid-Patienten.

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Brasiliens Bevölkerung macht es möglich

Möglich gemacht hat das alles die brasilianische Bevölkerung. In den Ballungsräumen gibt es Erstimpfquoten von 95 Prozent. Weil die Menschen durch Tropenkrankheiten wissen, was eine Infektion so alles anrichten kann. Weil das brasilianische Gesundheitssystem eben wegen dieser Impfvorerfahrung einfach weiterarbeitete, während der Präsident versagte.

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Und weil bei über 612.000 Covid-Toten einer von 348 Brasilianern an Covid gestorben ist. Wem der Tod so nahegekommen ist, weiß den Wert einer Impfung ganz anderes einzuschätzen.

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