Drittes Entlastungspaket der Regierung

Kindergelderhöhung: Wie will die Ampel Familien unterstützen?

Das dritte Entlastungspaket der Bundesregierung sieht auch eine Kindergelderhöhung vor (Symbolbild).

Das dritte Entlastungspaket der Bundesregierung sieht auch eine Kindergelderhöhung vor (Symbolbild).

Am Sonntag hat der Koalitionsausschuss der Regierungsparteien SPD, Grüne und FDP das dritte Entlastungspaket angesichts steigender Energiepreise vorgestellt. Besonders unterstützt werden sollen dieses Mal Familien.

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„Um Familien besonders zu unterstützen, wird das Kindergeld über das verfassungsrechtlich erforderliche Maß hinaus erhöht“, schreibt die Bundesregierung in ihrem Papier zum neuen Entlastungspaket. Doch wann soll die Erhöhung erfolgen und was hat die Ampelregierung noch geplant? Das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) gibt einen Überblick über die wichtigsten Fragen und Antworten.

Ampeleinigung: Drittes Entlastungspaket umfasst mehr als 65 Milliarden Euro

Um Haushalte bei den Strompreisen zu entlasten, soll unter anderem eine Strompreisbremse eingeführt werden.

Wann kommt die Kindergelderhöhung?

„Die Erhöhung erfolgt bereits zum 1. Januar 2023 in einem Schritt für die Jahre 2023 und 2024″, teilt die Bundesregierung mit. Angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten sei die Anhebung der Unterstützungszahlung gerade für Familien mit niedrigem Haushaltseinkommen wichtig. Sie ist aber auch begrenzt und gilt zunächst nur für die kommenden zwei Jahre.

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Wie viel Geld erhalten Familien durch die Kindergelderhöhung mehr?

Für das erste und das zweite Kind sollen Eltern monatlich 18 Euro mehr erhalten. „Für eine Familie mit zwei Kindern bedeutet das 432 Euro jährlich mehr für die kommenden zwei Jahre“, rechnet die Ampel vor.

Zudem wird auch der Kinderzuschlag nach dem Bundes-Kindergeldgesetz erhöht. Dieser soll zielgerichtet Familien mit niedrigen Einkommen unterstützen. Bereits zum 1. Juli 2022 wurde der Zuschlag auf 229 Euro monatlich pro Kind erhöht. Zum 1. Januar 2023 steigt der Zuschlag erneut: auf 250 Euro monatlich. Damit sollen zusätzliche Belastungen durch die Inflation ausgeglichen werden. Und so sollen Familien nicht auf ergänzende Leistungen aus der Grundsicherung angewiesen sein.

Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, kritisierte den aus seiner Sicht zu geringen Anstieg des Kinderzuschlags für einkommensschwache Familien. Das Plus von lediglich 21 Euro enttäusche ihn, sagte Hilgers dem RND. Denn die einkommensschwachen Haushalte gäben einen Großteil ihrer Einnahmen für Lebensmittel aus und bei diesen liege die Inflationsrate nicht bei rund 7 Prozent, sondern doppelt so hoch.

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Für das erste und zweite Kind soll das Kindergeld erhöht werden – wie sieht es mit weiteren Kindern aus?

Das Papier der Ampel zum dritten Entlastungspaket nennt keine Erhöhung des Kindergelds über das zweite Kind hinaus. Der Kindergeldanspruch wird laut aktuellem Stand für das dritte und jedes weitere Kind gleich bleiben.

RND/sic/dpa

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