Klingbeil fordert weitere Kontaktbeschränkungen nach Weihnachten

Der neue SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil hat am Montag auf weitere Kontaktbeschränkungen nach Weihnachten gepocht.

Der neue SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil hat am Montag auf weitere Kontaktbeschränkungen nach Weihnachten gepocht.

Berlin/Hannover. Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage hat der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil auf schnelle Entscheidungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie gepocht. „Corona ist wieder das Thema, das unseren Alltag bestimmt“, sagte er am Montag in Berlin nach der konstituierenden Sitzung des neuen SPD-Parteivorstandes. Die neue Omikron-Variante sorge aktuell für eine Veränderung der Situation. Vor dem Treffen von Bund und Ländern am Dienstag schloss sich Klingbeil der Meinung des neuen Corona-Expertenrats an und forderte weitere Kontaktbeschränkungen nach den Weihnachtsfeiertagen. „Wir nehmen die erste Stellungnahme sehr ernst“, sagte er.

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Neben Kontaktbeschränkungen ginge es nun auch um eine weitere Intensivierung der Booster-Kampagne. Das Ziel der 30 Millionen Impfungen bis Jahresende werde geschafft, allerdings müssten danach noch „Millionen dazu kommen“. Klingbeil betonte zudem, dass auch der Schutz der kritischen Infrastruktur eine hohe Priorität habe. „Dafür müssen jetzt sofort umfassende Maßnahmen beschlossen werden“, so der neue SPD-Vorsitzende. Die Co-Vorsitzende Saskia Esken sprach sich zudem für Schließungen von Clubs und Bars aus.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie nahm Klingbeil auch die Oppositionsparteien in die Pflicht. Bei dem Thema gebe es „keine Parteifarben und keine Parteitaktik“. Dies müsse auch die Marschroute für die kommenden Monate sein. Man merke, dass es nach zwei Jahren Pandemie eine „große Erschöpfung“ in der Bevölkerung gebe. Deshalb sei eine gute und transparente Kommunikation wichtig. In diesem Zuge dankte er dem neuen Gesundheitsminister Karl Lauterbach für dessen „klare Ansagen“ und das rasche Engagement zur Nachbestellung weiterer Impfstoffdosen.

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Esken: „Die SPD ist so geeint wie seit vielen Jahren nicht mehr“

Bevor das neue SPD-Führungsduo auf die Corona-Pandemie einging, äußerte sich Esken zufrieden über das erfolgreiche Jahr 2021 für die SPD. Dies habe sich vor allem im Erfolg der Bundestagswahl gezeigt. Esken zufrieden: „Die SPD ist so geeint wie seit vielen Jahren nicht mehr.“ Sie freue sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit mit Klingbeil und dem neuen Generalsekretär Kevin Kühnert. Gemeinsam gehe es nun darum, die SPD weiter zu modernisieren und weiterzuentwickeln. Auch Klingbeil machte deutlich: „Wir haben uns viel vorgenommen. Wir wollen, dass die SPD weiterhin der spannendste Ort für gesellschaftliche Debatten bleibt.“

Lars Klingbeil und Saskia Esken wurden beim SPD-Parteitag am 11. Dezember zum neuen Führungsduo gewählt. Esken war bereits in den vergangenen zwei Jahren gemeinsam mit Norbert Walter-Borjans Vorsitzende der SPD.

RND/jst

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