Bevölkerung soll sich klar positionieren

Klingbeil: „Russinnen und Russen müssen Putin zeigen, dass das Land nicht hinter ihm steht“

Aus Sicht von SPD-Parteichef Lars Klingbeil muss sich die russische Bevölkerung im Angriffskrieg von Präsident Wladimir Putin gegen die Ukraine klar positionieren.

Aus Sicht von SPD-Parteichef Lars Klingbeil muss sich die russische Bevölkerung im Angriffskrieg von Präsident Wladimir Putin gegen die Ukraine klar positionieren.

Berlin. Aus Sicht von SPD-Parteichef Lars Klingbeil muss sich die russische Bevölkerung im Angriffskrieg von Präsident Wladimir Putin gegen die Ukraine klar positionieren. „Jetzt liegt es an den Russinnen und Russen, dafür zu sorgen, dass Putin mitbekommt, dass das Land nicht hinter ihm steht“, sagt der Sozialdemokrat dem RND am Rande einer Preisverleihung der DFB-Stiftung Sepp Herberger in Berlin.

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Putin nehme sein Land „in Geiselhaft“ für den Krieg. Klingbeil: „Ich kenne viele Menschen aus Russland, auch hier in Deutschland, die alles andere als dahinterstehen, die das kritisch sehen, die sich davon distanzieren.“

+++ Alle Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine im Liveblog +++

Der SPD-Parteivorsitzende erwartet, „dass dieser Krieg das Ende von Wladimir Putin“ als Präsident ist. „Er hat sich völlig verrannt, er hat sich verkalkuliert“, sagt Klingbeil im Videointerview, das Sie hier in ganzer Länge sehen können.

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Den Ausschluss russischer Mannschaften von internationalen Sportwettkämpfen hält der ehemalige 44-Jährige für die richtige Entscheidung. Der Fußballweltverband Fifa etwa hat Russland die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Katar versagt. Die Uefa hat das diesjährige Finale der Champions League von St. Petersburg nach Paris verlegt, russische Teams dürfen auch nicht mehr an europäischen Klubwettbewerben teilnehmen.

Klingbeil: Nach dem Krieg „müssen wir auch die Hand wieder ausstrecken“

„Putin steht an der Spitze dieses Landes und insofern ist es richtig, dass man diese Schritte geht“, betonte Klingbeil. Eine Annäherung an Russland und eine damit verbundene Wiedereingliederung des russischen Sports könne unter klaren Voraussetzungen erfolgen. „Wenn dieser Krieg vorbei ist und wenn in Russland andere Verhältnisse herrschen, dann müssen wir auch die Hand wieder ausstrecken“, erklärte der SPD-Chef.

Mit Blick auf den Gastgeber der kommenden WM sagte er: „Man hätte diese Weltmeisterschaft niemals nach Katar geben dürfen. Aber sie ist jetzt da. Und ich finde, jetzt muss man diese Bühne, die die WM gibt, auch nutzen, um deutlich zu machen, was in dem Land alles nicht gut läuft und was anders laufen muss. Das muss man laut und deutlich sagen.“

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So lobte er den Austausch zwischen der deutschen Nationalmannschaft sowie dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit Menschenrechtsorganisationen, wie es ihn zum Auftakt ins Länderspieljahr vor einer Woche gegeben hat. „Der Fußball hat eine unfassbare Macht, und dessen muss er sich bewusst sein“, sagte Klingbeil und fügte an: „Ein Fußballer ist mehr als der Spieler auf dem Platz, sondern er ist Vorbild, er ist eine gesellschaftliche Person, er ist jemand, zu dem Tausende junge Menschen aufschauen.“

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