10.000 freie Krankenhausbetten in der EU

Lauterbach: Koordinierte Verletztentransporte aus Ukraine in EU-Länder laufen an

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gibt ein Pressestatement im Atrium des Europäischen Rates vor dem EPSCO Gesundheitsrat in Brüssel.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gibt ein Pressestatement im Atrium des Europäischen Rates vor dem EPSCO Gesundheitsrat in Brüssel.

Brüssel. In Europa sind nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zentral koordinierte Transporte von Schwerstverletzten aus der Ukraine in passende Krankenhäuser angelaufen. Vergangene Woche sei das System mit einem ersten Patienten getestet worden, und inzwischen habe es weitere Transporte gegeben, sagte Lauterbach am Dienstag in Brüssel, wo er sich mit seinen EU-Amtskollegen traf.

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Im Regelfall würden die Schwerstverletzten von der Ost- in die Westukraine und weiter in ein Krankenhaus in Polen oder einem anderen Anrainerland gebracht. Anschließend erfolge ein „Hilferuf“, der über das europäische Lagezentrum überall gehört werde. Es folge die Auswahl des Aufnahmelandes und der Transport dorthin. Zahlen wollte Lauterbach nicht nennen und auch nicht, ob es sich bei den Verletzten um Soldaten oder Zivilisten handele.

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EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides sagte, direkt an der Grenze würden Knotenpunkte aufgebaut, um die medizinischen Transfers zu beschleunigen. In den Zentren sollten die medizinischen Bedarfe von Patienten erfasst werden, zugleich gehe es um die Identifizierung der verfügbaren Kapazitäten in der ganzen EU, wenn diese gebraucht würden.

„Ganz und gar einsatzfähig, disponiert und bereit“

Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran sprach von 10.000 verfügbaren Krankenhausbetten in der EU. „Wir sind also ganz und gar einsatzfähig, disponiert und bereit, um einen Zustrom von Kranken und Verletzten zu bewältigen“, sagte Véran, der in Brüssel die französische EU-Ratspräsidentschaft repräsentierte.

Bislang hätten schon mehrere Mitgliedstaaten Menschen zu sich transferiert, so Véran. Beispielsweise habe Frankreich vergangene Woche rund 20 Kinder mit Krebserkrankungen aufgenommen und auf verschiedene französische Kliniken zur Behandlung verteilt.

RND/epd

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