Nach Rückgang im April

Medienbericht: Russland erhöht im Mai offenbar Ölexport

31.05.2022, Italien, Priolo Gargallo: Der Öltanker San Sebastian liegt an den Docks der ISAB-Raffinerie in Priolo-Gargallo bei Syrakus, Sizilien. Die ISAB gehört dem russischen Unternehmen Lukoil. Nach einem deutlichen Einbruch im April sind die Ölförderung in Russland und der Export im Mai einem Medienbericht zufolge wieder angestiegen.

Moskau. Nach einem deutlichen Einbruch im April sind die Ölförderung in Russland und der Export im Mai einem Medienbericht zufolge wieder angestiegen. „Unter Einberechnung von Gaskondensat hat Russland im Mai 2022 die Ölförderung im Vergleich zum April um fünf Prozent auf 43,1 Millionen Tonnen gesteigert“, berichtet die Moskauer Wirtschaftszeitung „Wedomosti“. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das Ergebnis dennoch einen Rückgang von 2,5 Prozent.

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Der Export sei ebenfalls gestiegen, schreibt das Blatt, ohne genaue Zahlenangaben zu machen. Den bislang größten Rückgang bei Produktion und Absatz erlebte die russische Ölindustrie im April, nachdem die USA und Großbritannien wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ein Embargo verhängten. In dieser Woche einigte sich auch die EU auf ein Teilembargo für russisches Öl. Bisher entfiel die Hälfte der russischen Ölexporte auf Europa.

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Um die Verluste zumindest teilweise aufzufangen, ist Russland laut dem Zeitungsbericht gerade dabei, seine Exportrouten umzustellen. Der Export nach Indien könnte demnach auf das Rekordniveau von 900 000 Barrel pro Tag ansteigen, heißt es. Auch China könnte angesichts der starken Rabatte, zu den Moskaus Ölkonzerne gezwungen sind, in den nächsten Monaten zusätzlich 400 000 Barrel russisches Öl pro Tag aufkaufen, prognostiziert das Blatt.

Russland macht derzeit keine offiziellen Angaben zu Ölfördermengen. Die Angaben dazu sowie viele andere Statistiken wurden kurz nach Beginn des Krieges vor der Öffentlichkeit verschlossen.

RND/dpa

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