Kreml will keine Euros mehr akzeptieren

Russische Gaslieferungen: Umstellung auf Rubel soll laut Putin keine Nachteile für Deutschland bringen

Der russische Machthaber Wladimir Putin

Der russische Machthaber Wladimir Putin

Moskau. Kremlchef Wladimir Putin hat Kanzler Olaf Scholz (SPD) dem Kreml zufolge zugesichert, dass die Umstellung auf Rubelzahlungen für russisches Gas nicht zu Nachteilen für Deutschland führen soll. Die Entscheidung solle nicht „zu einer Verschlechterung der Vertragsbedingungen für die europäischen Importeure von russischem Gas“ führen, teilte der Kreml am Mittwoch nach einem Gespräch der beiden Politiker mit. Deutschland lehnt Rubelzahlungen ab.

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Putin habe die Umstellungen der Zahlungen von Euro oder Dollar damit begründet, „dass unter Verstoß gegen die Normen des internationalen Rechts die Devisenreserven der Bank Russlands von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union eingefroren wurden“. Damit hatte die EU auf Russlands Krieg gegen die Ukraine reagiert. Der russische Präsident hatte in der vergangenen Woche gesagt, dass Zahlungen in Euro und Dollar nun keinen Wert mehr hätten für das Land. Putin telefonierte dazu am Mittwoch laut Kreml neben Scholz auch mit Italiens Ministerpräsident Mario Draghi.

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Nach Kremlangaben tauschten sich Putin und Scholz auch über die Verhandlungen der russischen und der ukrainischen Delegationen am Dienstag in Istanbul aus. Bei dem Gespräch sei es außerdem darum gegangen, wie Zivilisten aus den umkämpften Gebieten der Ukraine, darunter der Hafenstadt Mariupol, in Sicherheit gebracht werden können. Details nannte der Kreml nicht. Die ukrainische und die russische Seite werfen sich immer wieder gegenseitig vor, die Evakuierung der Städte zu sabotieren.

RND/dpa

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