Kritisiert wegen „eklatanter Auslassungen"

Schutz von Zivilisten, sichere Passage für Hilfslieferungen: Russland legt Entwurf für UN-Resolution vor

Der russische UN-Botschafter Vassily Nebenzia im Weltsicherheitsrat (Archivbild)

Der russische UN-Botschafter Vassily Nebenzia im Weltsicherheitsrat (Archivbild)

Russland hat einen Entwurf für eine Resolution des Weltsicherheitsrats zur Lage in der Ukraine in Umlauf gebracht. In dem Papier wurden der Schutz von Zivilisten und eine sichere Passage für Hilfslieferungen gefordert. Nicht erwähnt wurde die russische Verantwortung für den Angriff auf das Nachbarland.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

+++ Alle aktuellen News und Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine lesen Sie in unserem Liveblog. +++

Der Resolutionsentwurf unterstützte den Aufruf von UN-Generalsekretär António Guterres zu Dialog und Verhandlungen und forderte einen Waffenstillstand, um alle Zivilisten rasch zu evakuieren. Angriffe auf Zivilisten wurden scharf verurteilt. Unterstrichen wurde die Notwendigkeit, dass „die betroffenen Parteien“ dafür die Kampfhandlungen aussetzen. Wer „die betroffenen Parteien“ sind, wurde nicht erwähnt. Aus russischen Diplomatenkreisen verlautete, möglicherweise könne schon am Mittwoch über den Entwurf abgestimmt werden.

Selenskyj kritisiert Nato im Umgang mit Ukraine: „Man will uns nicht hören“

Im kanadischen Parlament stellte Selenskyj das Bekenntnis des Bündnisses zu seiner kollektiven Verteidigungsklausel in Frage.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Britische UN-Botschafterin beklagt Auslassungen

Die britische UN-Botschafterin Barbara Woodward twitterte, der russische Entwurf enthalte eklatante Auslassungen. „Zum Beispiel die Tatsache, dass Russland hier der Aggressor ist, und dass es Russlands Invasion ist, die diese humanitäre Krise verursacht“, schrieb sie.

Einen Tag zuvor hatten Frankreich und Mexiko angekündigt, eine von ihnen mitgetragene Resolution zur Ukraine, die zwei Wochen lang im Sicherheitsrat diskutiert worden war, werde in die Vollversammlung eingebracht. Der Entwurf fordert eine sofortige Einstellung der Feindseligkeiten und hätte im Sicherheitsrat wohl ein Veto Russlands ausgelöst.

In der Vollversammlung ist kein Veto möglich. Die Resolution ist nach einer Verabschiedung aber nicht rechtlich bindend. Diplomaten erklärten am Dienstag, bis zur Abstimmung in der Vollversammlung werde es noch einige Zeit dauern.

RND/AP

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen