Am ukrainischen Unabhängigkeitstag

Ukraine meldet 25 Tote bei russischem Raketenangriff auf Bahnhof

Angesichts des Unabhängigkeitstages in der Ukraine wurde mit russischen Angriffen auf das Land gerechnet. Am Mittwochabend meldete der ukrainische Präsident nun einen Angriff auf einen Bahnhof. 15 Menschen seien bei dem Raketenbeschuss gestorben.

Angesichts des Unabhängigkeitstages in der Ukraine wurde mit russischen Angriffen auf das Land gerechnet. Am Mittwochabend meldete der ukrainische Präsident nun einen Angriff auf einen Bahnhof. 15 Menschen seien bei dem Raketenbeschuss gestorben.

Kiew. Nach dem russischen Beschuss eines Personenzugs in der Ukraine ist die Zahl der Todesopfer nach offiziellen Angaben auf mindestens 25 gestiegen.

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Bei dem Beschuss von bewohntem Gebiet und der Bahnanlagen in dem Ort Tschaplyne des zentralukrainischen Gebietes Dnipropetrowsk seien auch zwei Kinder getötet worden, teilte der Vizechef des Präsidentenbüros, Kyrylo Tymoschenko, am Donnerstag in seinem Blog im Nachrichtenkanal Telegram mit. Am Vorabend hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj von 22 Toten gesprochen. Zudem wurden nach Angaben von Tymoschenko 31 Menschen verletzt. Die Informationen ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Mindestens 22 Menschen sterben bei russischem Angriff auf Bahnhof

Präsident Selenskyj sagte, die russischen Streitkräfte hätten die Stadt Tschaplyne zweimal beschossen.

Bei den getöteten Kindern handele es sich um einen elfjährigen Jungen, der unter den Trümmern eines Hauses gestorben sei. Ein sechs Jahre altes Kind sei beim Brand eines Autos bei der Bahnstation gestorben, sagte Tymoschenko. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten seien abgeschlossen.

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Selenskyj sagte am Mittwochabend zum Ende des ukrainischen Nationalfeiertags in einer Videoansprache, fünf Tote seien aus einem Auto an den Bahngleisen geborgen worden. Die Rakete war am Bahnhof des Ortes Tschaplyne des zentralukrainischen Gebietes Dnipropetrowsk eingeschlagen.

Das russische Verteidigungsministerium hat den Raketenbeschuss der Bahnstation in dem Ort Tschaplyne in der Zentralukraine bestätigt. Bei dem Schlag mit einer Iskander-Rakete seien am Mittwoch im Gebiet Dnipropetrowsk mehr als 200 ukrainische Soldaten, die für Kämpfe im Donbass bestimmt gewesen seien, getötet worden. Das teilte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Donnerstag in Moskau mit. Es gab allerdings keine Belege für die Behauptung, dass so viele Soldaten ums Leben kamen.

Selenskyj: „Die Ukraine wird ewig bestehen“

„Tschaplyne ist heute unser Schmerz“, sagte Selenskyj zum 31. Jahrestag der Unabhängigkeit seines Landes von der Sowjetunion. Die Ukraine werde die russischen Angreifer aber vertreiben. „Unsere Unabhängigkeit endet nicht und wird niemals enden. Der Präsident versicherte, es werde auch einen 32. Unabhängigkeitstag und einen 33. und alle folgenden geben. „Die Ukraine wird ewig bestehen.“

+++ Alle Entwicklungen zum Krieg gegen die Ukraine im Liveblog +++

Aus dem Büro Selenskyjs heißt es, ein erster Raketenangriff habe die Betriebsgebäude der Eisenbahn in Tschaplyne getroffen. Die dann folgenden Einschläge hätten dann den Bahnhof direkt getroffen und fünf PKWs in Brand gesteckt.

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„Rettungskräfte sind im Einsatz. Es kann leider sein, dass die Zahl der Toten noch steigt“, berichtete Selenskyj in einer Videoschalte mit dem UN-Sicherheitsrat in New York am Mittwoch. „So leben wir jeden Tag. So hat Russland sich auf diese Sitzung des UN-Sicherheitsrats vorbereitet.“

An anderer Stelle des Gebiets Dnipropetrowsk im Zentrum des Landes kam am Mittwoch ein elfjähriges Kind durch russischen Beschuss ums Leben, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Im April waren durch einen russischen Raketentreffer auf den Bahnhofsvorplatz der Stadt Kramatorsk im Donbass 57 Menschen getötet worden.

Warnungen vor russischen Angriffen

Selenskyj warnte zuvor vor vermehrten russischen Attacken am Nationalfeiertag der Ukraine. Der ukrainische Präsident rief die Bevölkerung auf, sich an die Ausgangssperren zu halten und bei Luftalarm in Sicherheit zu bringen. „Denkt daran, wir sollen alle gemeinsam den Sieg erleben“, sagte er. Auch Washington befürchtete mit Blick auf den Feiertag eine russische Angriffsoffensive. Bereits am Dienstag hatten die USA ihre Bürger in der Ukraine zum sofortigen Verlassen des Landes aufgefordert.

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Die Ukraine feierte am Mittwoch den 31. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Der Tag markierte zugleich ein halbes Jahr seit dem Beginn der russischen Invasion vom 24. Februar. Staatschefs aus aller Welt sicherten der Ukraine erneut militärische und solidarische Unterstützung an - darunter Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und US-Präsident Joe Biden. Der britische Premier Boris Johnson reiste sogar überraschend nach Kiew.

RND/hyd/dpa/AP/sic

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