In Richtung des Japanischen Meers

Seoul: Nordkorea feuert erneut ballistische Rakete ab

Laut des südkoreanischen Militärs hat Nordkorea am Mittwoch erneut eine Rakete abgefeuert (Archivbild).

Laut des südkoreanischen Militärs hat Nordkorea am Mittwoch erneut eine Rakete abgefeuert (Archivbild).

Seoul. Nordkorea hat nach Angaben seines Nachbarn Südkorea erneut eine potenziell atomwaffentaugliche Rakete getestet. Die Rakete sei etwa 290 Kilometer ostwärts in Richtung offenes Meer geflogen, teilte der Generalstab der Streitkräfte in Seoul am Mittwoch mit. Es habe sich um eine ballistische Kurzstreckenrakete gehandelt. UN-Resolutionen verbieten der selbst erklärten Atommacht Nordkorea die Erprobung von ballistischen Raketen jeglicher Reichweite, die mit einem Nuklearsprengkopf bestückt werden können.

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Parallel dazu findet in Südkorea gerade ein neues Manöver statt. Es richtet sich den Angaben des Militärs zufolge gegen Bedrohungen durch nordkoreanische Atomwaffen und Raketen. Das viertägige Manöver beruht demnach auf Computersimulationen und kommt ohne Übungen im Gelände aus. Das international weitgehend isolierte Nordkorea testet seit Ende September in ungewohnt hoher Frequenz wieder Raketen.

Vergangene Woche mehr als 25 Raketen von Nordkorea abgefeuert

Das Verteidigungsministerium in Seoul teilte zudem mit, vor der Ostküste sei ein Trümmerteil einer Rakete gefunden worden, die Nordkorea vergangene Woche abgeschossen habe. Bei dem Flugkörper handele es sich offensichtlich um eine Flugabwehrrakete des Typs SA-5 aus der Ära der Sowjetunion. Raketen ähnlichen Baustils habe Russland in der Ukraine eingesetzt.

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Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel nehmen derzeit deutlich zu. Seit Beginn des Jahres gab es bereits mehr als 50 nordkoreanische Raketentests - allein vergangene Woche erfasste Südkoreas Militär mehr als 25, darunter eine Interkontinentalrakete. Nordkorea wirft den USA regelmäßig vor, durch Manöver mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten, was beide Länder bestreiten. Die USA haben 28 500 Soldaten in Südkorea stationiert.

RND/dpa

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