Jüdisches Bildungszentrum Chabad Lubawitsch Berlin

Steinmeier besucht ukrainische Waisenkinder: in Sicherheit

105 geflüchtete Kinder und Jugendliche und ihre Begleiter aus der jüdischen Gemeinde in Odessa in der Ukraine werden im jüdischen Zentrum Chabad Berlin betreut.

105 geflüchtete Kinder und Jugendliche und ihre Begleiter aus der jüdischen Gemeinde in Odessa in der Ukraine werden im jüdischen Zentrum Chabad Berlin betreut.

Berlin. Diese Kinder sind in Sicherheit. Sie kommen aus einem Waisenhaus in Odessa. Jener Hafenstadt in der Ukraine, die die russischen Streitkräfte als nächste bombardieren könnten. Das jüdische Bildungszentrum Chabad Lubawitsch Berlin hat die Evakuierung der mehr als 100 Mädchen und Jungen, darunter auch ein Baby, organisiert.

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Ihre Busfahrt bis Berlin dauerte drei Tage. Am Freitag kamen sie in Berlin an, am Montag besuchte sie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit seiner Frau Elke Büdenbender. Steinmeier dankte Rabbiner Yehuda Teichtal dafür, dass sein Bildungszentrum die Kinder und Jugendlichen aus dem Kriegsgebiet geholt hat. Zwei Kinder sind bei dem Treffen mit dem deutschen Staatsoberhaupt dabei. Sie wirken eher verloren.

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Steinmeier sagte: „Ich bin dankbar und glücklich, dass Kinder und Jugendliche aus einem Waisenheim in Odessa nach einer langen Reise wohlbehalten hier in Deutschland, hier in Berlin angekommen sind.“ Und weiter: „Es ist der grausame Krieg, den Putins Armee gegen die Ukraine führt, der diese Kinder und Jugendlichen mit ihren Begleitern zur Flucht getrieben hat.“ Chabad Berlin habe sofort und ohne zu Zögern die Initiative ergriffen und leiste im Bildungszentrum ganz tatkräftige Hilfe.

Steinmeier versicherte, dass Deutschland allen hier ankommenden ukrainischen Geflüchteten zur Seite stehen werde. Er hofft, dass sie irgendwie zur Ruhe kommen können. Die Hilfsbereitschaft in Berlin sei ungebrochen, viele Menschen empfingen die Geflüchteten mit Paketen mit Hygieneartikeln, Babynahrung, mit Obst und Säften.

„Nicht nur die Kinder und Jugendlichen, auch die Erwachsenen, die kommen und kommen werden, brauchen unsere Hilfe“, betonte der Bundespräsident. Er wünschte den Kindern, dass sie bald wieder mit anderen Kindern spielen, sich in einen neuen Alltag einfinden und eine neue Sprache lernen können. „Das alles will Chabad Berlin ermöglichen, unterstützt durch Unternehmen, Behörden, den Senat, durch viele Privatpersonen“, sagte Steinmeier.

Ukrainischer Präsident befürchtet Bombenangriffe

Die Millionenstadt Odessa am schwarzen Meer im Südwesten des Landes gilt als wichtigste Hafenstadt der Ukraine. Bisher zählte sie nicht zu den Hauptschauplätzen der russischen Angriffe. Das könnte sich schnell ändern, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videoansprache am Sonntag. Er befürchtet, dass die russische Armee gerade die Bombardierung des bedeutenden Zentrums jüdischen Lebens vorbereitet.

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