Sudan: Prodemokratische Gruppen rufen erneut zu Massenprotesten auf

Bereits seit Wochen gibt es immer wieder Proteste im Sudan (Archivbild). Nun hat die prodemokratische Bewegung erneut zu Massenprotesten aufgerufen.

Bereits seit Wochen gibt es immer wieder Proteste im Sudan (Archivbild). Nun hat die prodemokratische Bewegung erneut zu Massenprotesten aufgerufen.

Kairo. Prodemokratische Gruppen im Sudan haben zu Massenprotesten gegen die Putschisten aufgerufen. Die Behörden sperrten in Erwartung der Demonstrationen am Dienstag Straßen in der Hauptstadt Khartum.

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Mit solchen Maßnahmen wurden in den vergangenen zwei Monaten Demonstranten daran gehindert, vor Regierungsgebäude zu ziehen. Die Teilnehmer der Protestaktion fordern nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Abdullah Hamdok die Einsetzung einer rein zivilen Regierung.

Der Regierungschef wurde im Oktober durch einen Militärputsch gestürzt. Einen Monat später wurde er unter dem Druck aus dem In- und Ausland im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Militär wieder eingesetzt. Die Proteste dauerten dennoch an und richteten sich nicht nur gegen den Staatsstreich, sondern auch gegen die Vereinbarung mit dem Militär. Am Sonntag trat Hamdok zurück und sagte, es sei ihm nicht gelungen, einen Kompromiss zwischen den regierenden Generälen und der prodemokratischen Bewegung zu finden.

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60 Menschen sollen getötet worden sein

Seit dem Putsch wurden nach Angaben einer sudanesischen Ärzteorganisation fast 60 Demonstranten getötet und Hunderte Menschen verletzt. Die Protestbewegung besteht auf einer vollständig zivilen Regierung, die den Übergang zur Demokratie führen soll. Die Generäle lehnen das ab und erklären, die Macht könne nur an eine gewählte Regierung übergeben werden. Gemäß einem Verfassungsdokument, das die Übergangszeit regelt, sind für Juli 2023 Wahlen geplant.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres rief zu einem Dialog zwischen allen sudanesischen Parteien auf, um eine umfassende, friedliche und dauerhafte Lösung zu erreichen, wie UN-Sprecher Stéphane Dujarric mitteilte.

RND/AP

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