Gespräche über Klimawandel und Sicherheit

Buhlen um die Inselstaaten: Außenminister Chinas und Australiens auf Werbetour im Südpazifik

Australiens Außenministerin Penny Wong mit dem Generalsekretär des Pacific Islands Forum, Henry Puna, am 26. Mai 2022 in Suva, Fidschi.

Die Außenminister von Australien und China haben am Freitag die letzte Etappe ihres diplomatischen Vorstoßes im Südpazifik absolviert. Die australische Außenministerin Penny Wong traf in Tonga Ministerpräsident Hu‘akavameiliku und König Tupou VI. Drei Tage zuvor hatte der chinesische Außenminister Wang Yi in Tonga seine Aufwartung gemacht.

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Wong und ihre Gastgeber sprachen über den Klimawandel und die Wiederaufbaubemühungen nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami im Januar. Auf der Tagesordnung stand aber auch das strittige Thema der regionalen Sicherheit. Australien wolle anderen Ländern keine Vorschriften machen, sagte Wong auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Nuku‘alofa. Das Land betrachte sich als Teil der pazifischen Familie. „Wir wollen, dass die regionale Sicherheit in der Verantwortung der pazifischen Familie liegt“, sagte sie. Ministerpräsident Hu‘akavameiliku zeigte sich geehrt von dem Besuch der Ministerin, die erst kürzlich ihr Amt antrat.

Ihr chinesischer Kollege Wang traf in Papua-Neuguinea mit Ministerpräsident James Marape zusammen, bevor er am Freitagnachmittag nach Osttimor weiterflog, der letzten Station seiner Reise durch acht Länder der Region. Wang wollte Osttimor voraussichtlich am Samstag verlassen.

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Wang hatte gehofft, diese Woche ein ehrgeiziges multilaterales Abkommen mit zehn Nationen im Südpazifik zu unterzeichnen, das Bereiche von der Sicherheit bis zur Fischerei abdeckt. Er konnte allerdings keinen Konsens zu diesem Abkommen erzielen.

Der diplomatische Vorstoß Chinas, insbesondere in Bezug auf die Sicherheit in der Region, löste bei einigen Inselstaaten und auch in Canberra und Washington große Besorgnis aus. Seit Bekanntwerden des geplanten Abkommens hat die australische Außenministerin Wong zwei Reisen unternommen, um für ihr Land zu werben.

RND/AP

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