Kommentar

Terror in Israel – dramatisch wie lange nicht

Bnei Brak: Israelische Trauernde bei Beerdigung nach Anschlag am Dienstag

Bnei Brak: Israelische Trauernde bei Beerdigung nach Anschlag am Dienstag

Berlin. Die neue Anschlagserie in Israel findet weltweit weniger Beachtung, als das angesichts des Terrors dort notwendig wäre. Das unfassbare Leid durch den Krieg in der Ukraine und die brandgefährliche internationale Lage führen dazu, dass die Opfer in Israel zur weltpolitischen Randnotiz werden. Das ist bitter und falsch. Eine Attacke vor einer Woche mit vier Toten, zwei tote Polizisten am Sonntag und nun fünf weitere Menschen, die in diesem sinnlosen Konflikt mit ihrem Leben bezahlen mussten.

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Israel wird diese Serie der Gewalt gegen seine Bürgerinnen und Bürger kurz vor dem Fastenmonat Ramadan nicht ungesühnt lassen. Und auch Israel hat wie die Ukraine das Recht zur Selbstverteidigung. Leider dreht sich mit jedem Anschlag die Spirale der Gewalt und des danach mit weiterer Gewalt durchgesetzten erhöhten Sicherheitsbedürfnisses immer weiter.

Israel war es erst in den vergangenen Jahren gelungen, seine Beziehung zu einer Reihe arabischer Staaten zu normalisieren. Vor wenigen Tagen kamen die Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, von Bahrain, Marokko und Ägypten nach Israel, wo sie ihren israelischen Amtskollegen und US-Außenminister Blinken trafen. Die Anschlagsserie der offensichtlich vom IS inspirierten Terroristen soll diese Entwicklung torpedieren. Das kann sich Israel nicht gefallen lassen.

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Tief verwurzelter Hass

Der Nahostkonflikt liefert in diesen Tagen einmal mehr den traurigen Beleg dafür, dass eine Befriedung der Lage nicht möglich ist, wenn der Hass erst einmal tief verwurzelt in der Bevölkerung sitzt. Umso wichtiger ist es, eine solche Entwicklung zwischen Russland und der Ukraine aufzuhalten. Je mehr Blut fließt und je mehr sich bei den Menschen – in Russland durch Propaganda und in der Ukraine durch Kriegsterror – einbrennt, wer der Feind ist, desto schwieriger wird Versöhnung.

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