Brennelemente-Fabrik in Lingen

Atomkraftgegner: Russland will weiteres Uran ins Emsland transportieren

ARCHIV: Ein Zugangstor des Werkes der Advanced Nuclear Fuels GmbH (ANF) in Lingen im Emsland. Das Werk der Framatome-Tochter fertigt Brennelemente für Druckwasser- und Siedewasserreaktoren von Atomkraftwerken.

ARCHIV: Ein Zugangstor des Werkes der Advanced Nuclear Fuels GmbH (ANF) in Lingen im Emsland. Das Werk der Framatome-Tochter fertigt Brennelemente für Druckwasser- und Siedewasserreaktoren von Atomkraftwerken.

Atomkraftgegner warnen vor neuen Lieferungen mit angereichertem Uran aus Russland an die Brennelemente-Fabrik im emsländischen Lingen. Die niederländische Atomaufsichtsbehörde ANVS habe den Transit von bis zu 30 Transporten bis 2025 genehmigt, teilten Bürgerinitiativen aus mehreren Ländern am Dienstag mit. Das angereicherte Uran solle mit einem Schiff aus Russland in die Niederlande gebracht und dort auf Lastwagen umgeladen werden.

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Die Initiativen bekräftigten zugleich ihre Forderung nach einem sofortigen Stopp der Uran-Geschäfte mit Russland. „Die niederländische Regierung muss die Nutzung der Häfen für russische Atomschiffe ab sofort untersagen“, sagte Dirk Bannink von der niedersächsischen Organisation Laka. „Uran-Geschäfte mit Russland sind aktive Hilfe für Putins Kriegskasse.“ Die Laka hatte die niederländischen Uran-Transitgenehmigungen für das russische Uran öffentlich gemacht.

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„Es ist unerklärlich, warum auch die Bundesregierung diese Uran-Geschäfte mit Russland aktiv durch eigene Genehmigungen unterstützt“, erklärte Alexander Vent vom Bündnis Atomkraftgegner im Emsland. In der Ukraine verschärfe das Putin-Regime den Krieg und wolle nun weite Teile des Landes annektieren. Der russische Atomkonzern Rosatom, der hinter diesen Uran-Geschäften stecke, organisiere zudem für den Kreml die Fachaufsicht über das besetzte AKW Saporischschja, sei also direkt am Krieg beteiligt.

Demonstration für Samstag angekündigt

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgungen hatte Transporte mit angereichertem Uran nach Deutschland bestätigt. „Ein Warten auf EU-Sanktionen gegen Rosatom bringt nichts, die Bundesregierung muss jetzt in Eigenverantwortung handeln“, verlangte Vent. Für diesen Sonnabend (1. Oktober) rufen Umweltverbände und andere Gruppen aus Deutschland, den Niederlanden und Russland zu einer Demonstration in Lingen auf.

RND/epd

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