US-Bericht über Atomrüstung: China weist Vorwürfe zurück

Fu Cong, Generaldirektor der Abteilung für Rüstungskontrolle des chinesischen Außenministeriums.

Fu Cong, Generaldirektor der Abteilung für Rüstungskontrolle des chinesischen Außenministeriums.

Peking. Die chinesische Regierung hat den Vorwurf nuklearer Aufrüstung zurückgewiesen. Die Darstellung der USA, China erhöhe seine atomaren Fähigkeiten dramatisch, sei falsch, sagte der Abteilungsleiter für Waffenkontrolle im Außenministerium, Fu Cong, am Dienstag. China wolle lediglich sicherstellen, dass seine nukleare Abschreckung auf dem Mindestniveau bleibe, das für die Verteidigung nötig sei. Auch habe sich die Sicherheitslage in Asien geändert.

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Das US-Verteidigungsministerium hatte in einem Bericht im November erklärt, China baue seine Atomstreitmacht schneller aus, als zuvor angenommen. Bis 2030 könne die Volksrepublik über mehr als 1.000 Gefechtsköpfe verfügen. Die USA besitzen 3.750 Atomwaffen. Die US-Regierung ist außerdem besorgt wegen Satellitenaufnahmen vom Bau mehrerer Raketensilos im Nordwesten Chinas und wegen des Tests einer Hyperschallwaffe im vergangenen Sommer.

China fordert Abrüstung der Großmächte USA und Russland

Fu wollte die Existenz der Raketensilos nicht bestätigen und forderte, der Umfang der chinesischen Atomstreitmacht dürfe nicht aufgrund von Satellitenbildern geschätzt werden. Außerdem verhandelten die USA über die Aufstellung von Mittelstreckenraketen ohne Atomsprengköpfe in Asien.

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Fu betonte, China werde sich Abrüstungsgesprächen zwischen den USA und Russland nicht anschließen. „Die beiden Supermächte müssen (...) ihre nuklearen Fähigkeiten drastisch auf ein Niveau reduzieren, das mit dem Chinas und eigentlich auch mit dem Frankreichs und Großbritanniens vergleichbar ist, damit sich andere Atomstaaten diesem Prozess anschließen können“, sagte Fu. Danach werde China gern verhandeln.

RND/AP

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