Medienberichte

US-Geheimdienste warnen vor russischem Großangriff „innerhalb von 48 Stunden“

Ein ukrainischer Soldat spricht in ein Walkie-Talkie an der Trennlinie zwischen dem von der Ukraine und dem von prorussischen Separatisten gehaltenen Gebiet in der Nähe von Svitlodarsk in der Ostukraine. Die USA warnen vor einem zeitnahen Großangriff durch Russland (Symbolbild).

Ein ukrainischer Soldat spricht in ein Walkie-Talkie an der Trennlinie zwischen dem von der Ukraine und dem von prorussischen Separatisten gehaltenen Gebiet in der Nähe von Svitlodarsk in der Ostukraine. Die USA warnen vor einem zeitnahen Großangriff durch Russland (Symbolbild).

Die US-Regierung hat die Ukraine vor einem unmittelbar bevorstehenden Großangriff durch Russland gewarnt. Das berichtet das US-amerikanische Nachrichtenportal „Newsweek“ unter Berufung auf US-Geheimdienstquellen. Die Offensive solle „höchstwahrscheinlich innerhalb von 48 Stunden“ beginnen, zitiert das Portal einen Geheimdienstmitarbeiter. Dieser berichtete zudem, Russland hätte am Mittwoch den ukrainischen Luftraum verletzt und möglicherweise für kurze Zeit Aufklärungsflugzeuge über der Ukraine fliegen lassen.

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Auch CNN berichtet unter Berufung auf Geheimdienstkreise. Besonders groß sei demnach die Gefahr für die Millionenstadt Charkiw. Ein hochrangiger US-Verteidigungsbeamter sagte dem US-Nachrichtensender, Russland sei „so bereit, wie sie nur sein können“ und nur fünf bis 50 Kilometer von der Grenze entfernt. Der lettische Ministerpräsident Arturs Krišjānis Kariņš sagte CNN zudem, das zusätzliche russische Truppen in die von Putin als unabhängig anerkannten „Volksrepubliken“ Donezsk und Luhansk eingezogen seien.

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Die Nachrichtenagentur AP berichtet aus eigenen Quellen im US-Verteidigungsministerium, dass rund 80 Prozent der mehr als 150.000 russischen Soldaten an den Grenzen zur Ukraine in Angriffspositionen seien. Nach wie vor könne das Pentagon aber nicht bestätigen, ob russische Soldaten bereits in die Ostukraine gelangt seien, sagte die Gewährsperson.

Lage im Osten der Ukraine spitzt sich weiter zu

Moskau hatte am Montag die von prorussischen Rebellen in der Ostukraine kontrollierten Gebiete als unabhängige Staaten anerkannt. Am Dienstag genehmigte das Oberhaus einen Militäreinsatz im Ausland. Präsident Wladimir Putin sprach von einem Friedenseinsatz. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, zu den von Russland anerkannten Rebellengebieten zählten auch Territorien, die von ukrainischen Truppen kontrolliert werden. Das könnte einen größeren Angriff auf die Ukraine bedeuten.

Die Gewalt im Osten der Ukraine nahm erneut zu. Nach Angaben des ukrainischen Militärs wurden ein Soldat getötet und sechs weitere nach Beschuss durch prorussische Rebellen verletzt. Vertreter der Separatisten berichteten von Explosionen in ihrem Gebiet und drei getöteten Zivilisten. Der Separatistenführer in Donezk, Denis Puschilin, sagte, derzeit befänden sich keine russischen Truppen in der Region. Dagegen hatte Wladislaw Brig, ein Mitglied des örtlichen Separatistenrats in Donezk, tags zuvor gesagt, russische Truppen seien bereits in das Gebiet eingerückt.

Ukraine-Außenminister warnt vor russischem Einmarsch

Mit eindringlichen Worten warnte der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba die UN-Vollversammlung in New York vor einem Einmarsch: „Der Beginn eines großangelegten Krieges in der Ukraine wird das Ende der Weltordnung sein, wie wir sie kennen.“

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Schon zuvor kündigte Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Teilmobilmachung von Reservisten an. Es ist geplant, den Ausnahmezustand für 30 Tage auszurufen. Das Außenministerium in Kiew rief die schätzungsweise mehr als drei Millionen Ukrainer in Russland zur Ausreise auf. Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen am Donnerstagabend zu einem Krisengipfel in Brüssel zusammenkommen.

Der Westen wirft Putin vor, gegen Völkerrecht zu verstoßen. Russland hat nach westlichen Angaben etwa 150.000 Soldaten an der Grenze zur Ukraine zusammengezogen.

RND/jst/AP/dpa

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