US-Kongresswahlen 2022

US-Republikanerin spottet bei Wahlkampfauftritt über Attacke auf Paul Pelosi

Kari Lake, republikanische Gouverneurskandidatin von Arizona, scherzte bei einem Wahlkampfauftritt über den Angriff auf Nacy Pelosis Ehemann.

Kari Lake, republikanische Gouverneurskandidatin von Arizona, scherzte bei einem Wahlkampfauftritt über den Angriff auf Nacy Pelosis Ehemann.

Washington. Nach dem gewalttätigen Angriff auf den Ehemann der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi nutzen einzelne Republikanerinnen und Republikaner den Angriff für Spott im Wahlkampf. Die aufstrebende Republikanerin Kari Lake sprach am Montag (Ortszeit) bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat Arizona über den Schutz von Schulen vor Angreifern und scherzte in dem Zusammenhang über die Attacke auf Pelosis Mann Paul. Lake, die sich bei den anstehenden US-Wahlen am 8. November um das Gouverneursamt in Arizona bewirbt, argumentierte, wenn Politiker und Abgeordnete geschützt würden, müsse das auch für Kinder gelten. „Nancy Pelosi - nun ja, sie wird beschützt, wenn sie in DC ist“, sagte Lake und schob nach: „Offensichtlich wird ihr Haus nicht besonders gut geschützt.“ Das Publikum reagierte mit Gelächter.

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Angriff auf Pelosi steigert Angst vor motivierter Gewalt

Wenige Tage vor den Parlamentswahlen in den USA war Paul Pelosi im Wohnhaus des Paars in San Francisco angegriffen und schwer verletzt worden. Mitten im aggressiv geführten Wahlkampf war ein Mann nachts dort eingebrochen, hatte nach Nancy Pelosi, der demokratischen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, verlangt und deren 82 Jahre alten Mann brutal attackiert. Der Angriff verstärkte in den USA die Angst vor politisch motivierter Gewalt. Präsident Joe Biden zog eine Verbindung zur Rhetorik der Republikaner um Vorgänger Donald Trump.

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Kari Lake steht eisern zu Trump und wird von ihm im Wahlkampf unterstützt. Die 53-Jährige ist eines der extremsten Gesichter der Republikaner und wird von Teilen der Partei wie ein Popstar gefeiert.

Zuvor hatte bereits der republikanische Gouverneur des Bundesstaates Virginia, Glenn Youngkin, bei einem Wahlkampfauftritt Bezug auf Nancy Pelosi und ihren Ehemann genommen und gesagt: „Es gibt nirgendwo Platz für Gewalt - aber wir werden sie zurückschicken, damit sie mit ihm in Kalifornien sein kann.“ Die Republikaner haben aktuellen Umfragen zufolge gute Chancen, bei der Wahl die Mehrheit im Repräsentantenhaus zu erobern.

RND/dpa

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