Streit um Taiwan

USA sichern Litauen Beistand im Handelskonflikt mit China zu

Antony Blinken am 7. März 2022 in Vilnius, Litauen: Im Handelskonflikt mit China hat US-Außenminister Antony Blinken Litauen Beistand zugesichert. Bei seinem Besuch in Vilnius verurteilte Blinken das chinesische Vorgehen gegen das baltische EU-Land. Peking hatte Litauen Handelsbeschränkungen auferlegt, nachdem der baltische Staat Taiwan erlaubte, eine Repräsentanz unter eigenem Namen zu eröffnen.

Antony Blinken am 7. März 2022 in Vilnius, Litauen: Im Handelskonflikt mit China hat US-Außenminister Antony Blinken Litauen Beistand zugesichert. Bei seinem Besuch in Vilnius verurteilte Blinken das chinesische Vorgehen gegen das baltische EU-Land. Peking hatte Litauen Handelsbeschränkungen auferlegt, nachdem der baltische Staat Taiwan erlaubte, eine Repräsentanz unter eigenem Namen zu eröffnen.

Vilnius. Im Handelskonflikt mit China kann Litauen auf den Beistand der USA setzen. „Wir respektieren und unterstützen die Entscheidung Litauens, die Handelsbeziehungen mit Taiwan auszubauen“, sagte US-Außenminister Antony Blinken am Montag bei einem Besuch in Vilnius und verurteilte das chinesische Vorgehen gegen das baltische EU- und Nato-Land. „Peking hat auf die Entscheidung von Vilnius mit wirtschaftlichem Zwang und politischem Druck reagiert, um die Europäische Union zu spalten - und Litauen zu bestrafen, um seinen Kurs umzukehren.“ Die Vereinigten Staaten stünden zu Litauen und dem Recht jeder Nation, ihren eigenen Weg zu wählen, sagte Blinken.

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Zwischen Litauen und China war es in den vergangenen Monaten zu Spannungen gekommen. Peking hatte seine diplomatischen Beziehungen zu dem baltischen Staat herabgestuft, nachdem dieser Taiwan erlaubte, in der litauischen Hauptstadt Vilnius eine Repräsentanz unter eigenem Namen zu eröffnen. China sieht das demokratische Taiwan, das sich 1949 vom Festland abspaltete, nicht als unabhängigen Staat an und versucht es international zu isolieren.

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Nach litauischen Angaben lässt China in dem Streit auch seine wirtschaftlichen Muskeln spielen. Wegen der Handelsbeschränkungen, die Peking bereits gegen Litauen erlassen hat, leitete die EU ein Verfahren gegen China bei der Welthandelsorganisation (WTO) ein. „Wir unterstützen die Entscheidung der EU“, sagte Blinken. „Wir müssen die Regeln verteidigen, die den Handel fair halten.“

In dem Streit war auch die deutsche Wirtschaft in Litauen zwischen die Fronten geraten. Deutschland ist der viertgrößte Investor in dem größten der drei baltischen Staaten. Dort sind etwa die Autozulieferer Continental und Hella aktiv.

RND/dpa

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