Auch Kooperationen sollen beendet werden

Wegen westlicher Sanktionen: Moskau droht mit Aus der Raumstation ISS

Eine Aufnahme aus der Kamera des Nasa-Astronauten Thomas Marshburn zeigt die Internationale Raumstation ISS und die Erde darunter. (Archivbild)

Eine Aufnahme aus der Kamera des Nasa-Astronauten Thomas Marshburn zeigt die Internationale Raumstation ISS und die Erde darunter. (Archivbild)

Moskau. Moskau hat mit einem Ende der Zusammenarbeit auf der Internationalen Raumstation ISS gedroht, sollten die USA und andere westliche Staaten nicht ihre Sanktionen gegen Russland zurücknehmen.

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Die Moskauer Führung werde in Kürze Fristen für ein Ende der Kooperation konkret vorschlagen, teilte der Chef der russischen Raumfahrtbehörde, Dmitri Rogosin, am Samstag über Telegram mit. Die Schreiben würden dann den Raumfahrtbehörden der USA, Kanadas, Japans und der Europäischen Union zugestellt. Diese hatten die Sanktionen nach Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine erlassen.

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Eine vollwertige Wiederherstellung der normalen Beziehungen zwischen den ISS-Partnern sei „nur möglich bei einer vollständigen und bedingungslosen Aufhebung der illegalen Sanktionen“, sagte Rogosin. Er veröffentlichte bei Telegram auch Antwortschreiben unter anderem seines US-Kollegen Bill Nelson von der Nasa und des Generaldirektors der Europäischen Weltraumorganisation (Esa), Josef Aschbacher.

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Der Chef der russischen Raumfahrtbehörde, Dmitri Rogosin (l.), nimmt gemeinsam mit dem Duma-Abgeordnetem Denis Krawchenko an einer Veranstaltung am staatlichen Zentrum für Weltraumforschung in Moskau teil (Archivbild).

Der Chef der russischen Raumfahrtbehörde, Dmitri Rogosin (l.), nimmt gemeinsam mit dem Duma-Abgeordnetem Denis Krawchenko an einer Veranstaltung am staatlichen Zentrum für Weltraumforschung in Moskau teil (Archivbild).

Nelson antwortete demnach, dass die Zusammenarbeit mit Russland auf der ISS fortgesetzt werden solle. Die Nasa will sich demnach bei den US-Behörden auch für vereinfachte Lösungen einsetzen, hieß es mit Blick auf die mit Sanktionen belegten russischen Unternehmen, darunter der Hersteller der Raumfahrtrakete Progress. „Einen sicheren und erfolgreichen ISS-Betrieb zu erhalten, bleibt eine Priorität für die Vereinigten Staaten.“

Rogosin: Die ISS kann „ihren eigenen Tod sterben“

Dagegen habe sich der Österreicher Aschbacher nur als „Postbote“ betätigt, meinte Rogosin. Er habe den Roskosmos-Brief lediglich an die EU-Mitglieder weitergereicht. Russland solle also warten, bis alle EU-Mitglieder sich geäußert hätten, kritisierte Rogosin. Bis dahin könne die ISS „ihren eigenen Tod sterben“.

Es sei zwar klar, dass die Sanktionen nicht aufgehoben würden. Gleichwohl werde so getan, als beträfen sie nicht die ISS, „wo die Rolle Russlands grundlegend wichtig ist für die Gewährleistung der Lebensfunktion und der Sicherheit“ des Außenpostens der Menschheit. Das sei nicht hinnehmbar.

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Die Sanktionen zielten darauf ab, Russlands Hochtechnologie-Unternehmen lahmzulegen. „Das Ziel der Sanktionen ist es, die Wirtschaft Russlands zu töten, unser Volk in Verzweiflung und Hunger zu stürzen, unser Land in die Knie zu zwingen“, sagte er. Gelingen werde das aber nicht.

RND/dpa

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