Reaktionen aus dem Land

Wird Simone Lange jetzt SPD-Landeschef?

Foto: Nach ihrer Abstimmungsniederlage geht Simone Lange, Oberbürgermeisterin von Flensburg und Kandidatin für den Parteivorsitz, mit Blumen in den Händen durch den Saal.

Nach ihrer Abstimmungsniederlage geht Simone Lange, Oberbürgermeisterin von Flensburg und Kandidatin für den Parteivorsitz, mit Blumen in den Händen durch den Saal.

Kiel. „Es ist toll, dass mir fast jeder dritte Delegierte die Stimme gegeben hat. Das Ergebnis bestärkt mich sehr“, sagte Simone Lange nach der Wahl am Sonntag. Das Bedürfnis der SPD, sich zu erneuern, sei „sehr groß“. „Das spüre ich auch in Schleswig-Holstein.“ Lange ließ offen, ob sie sich im Frühjahr 2019 gegen SPD-Landeschef Ralf Stegner antritt. „Sie wäre sicherlich eine Kandidatin, die für den Parteivorsitz in Schleswig-Holstein geeignet ist“, sagte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD). Die SPD müsse sich auf allen Ebenen erneuern.

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Eine Frau an der Spitze

„Ich freue mich über das klare Ergebnis, das in etwa dem Votum des Mitgliederentscheids entspricht“, sagte SPD-Bundesvize Stegner. Es sei Zeit gewesen, „dass die SPD von einer Frau geführt wird“. Zu möglichen Ambitionen Langes in Schleswig-Holstein sagte er: „Wir haben unseren Landesparteitag in einem Jahr. Wer da kandidiert, wird sich finden.“ In Schleswig-Holstein laufe der Reformprozess der SPD bereits. „Da sind inhaltliche Beiträge aus Flensburg willkommen.“

Beifall von der Nord-SPD

Beifall für Lange kam auch von Mitgliedern der Nord-SPD-Delegation in Wiesbaden. „Simone Lange hat besser abgeschnitten als erwartet. Das stärkt ihre Rolle in Schleswig-Holstein“, sagte Kai Dolgner, Landtagsabgeordneter aus Österrönfeld. Ulf Daude aus Molfsee stimmte für Lange und nannte das Resultat „sehr respektabel“. Daude: „Sie hat den Nerv der Partei getroffen. Ich hoffe, dass sie vom Bundesvorstand in den Erneuerungsprozess eingebunden wird.“

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Bei der Bundestagswahl 2017 waren die Sozialdemokraten auf 20,5 Prozent abgestürzt. In Schleswig-Holstein, wo die SPD 2017 die Macht einbüßte, liegen die Genossen laut NDR-Umfrage derzeit bei 22 Prozent. Und in knapp zwei Wochen ist Kommunalwahl.

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