ZDF-Chefredakteur Frey: Russische Mediengesetze gefährden Journalisten

ZDF-Chefredakteur Peter Frey (Archivbild)

ZDF-Chefredakteur Peter Frey (Archivbild)

Berlin. ZDF-Chefredakteur Peter Frey hat die Entscheidung der öffentlich-rechtlichen Sender, die Berichterstattung aus Moskau vorerst auszusetzen, als notwendig für den Schutz der Journalisten vor Ort bezeichnet.

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Solange nicht klar sei, ob die verschärften russischen Mediengesetze auch für ausländische Korrespondentinnen und Korrespondenten gelten, sei dieser Schritt nötig, erklärte Frey am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Die Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen vor Ort sei durch die neuen Gesetze gefährdet.

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ZDF will von anderen Standorten weiter berichten

Die Präsenz in Moskau, wo das ZDF-Studio seit 50 Jahren bestehe, sei dem Sender sehr wichtig, betonte Frey. Dies gelte auch der jetzigen Situation, die Sicherheit des Teams müsse aber gewährleistet sein. Man sei bereit, wieder aus der russischen Hauptstadt zu berichten, sobald dies möglich sei. Bis dahin werde das ZDF von anderen Standorten aus weiter umfassend über die Lage in Russland und der Ukraine informieren.

Nach der Verschärfung der russischen Mediengesetze berichten zahlreiche westliche Medien aus Sicherheitsgründen vorerst nicht mehr aus Moskau. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte Berichten zufolge ein Gesetzespaket unterzeichnet, das die „öffentliche Verbreitung absichtlich falscher Informationen über die Benutzung der Streitkräfte der Russischen Föderation“ unter Strafe stellt. Es drohen demnach bis zu 15 Jahre Haft.

In russischen Staatsmedien wird nicht von einem Krieg gegen die Ukraine gesprochen, sondern von einer militärischen Spezialaktion.

RND/epd

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