Krieg gegen die Ukraine

„Damals nicht erkennbar“: Doris Schröder-Köpf distanziert sich von Wladimir Putin

Russlands Präsident und seine damalige Frau Ljudmila Putina sowie Doris Schröder-Köpf und Gerhard Schröder beim Staatsbesuch 2005 in Moskau.

Russlands Präsident und seine damalige Frau Ljudmila Putina sowie Doris Schröder-Köpf und Gerhard Schröder beim Staatsbesuch 2005 in Moskau.

Hannover. Niedersachsens Migrationsbeauftragte Doris Schröder-Köpf (SPD) hat sich nach Kritik an ihren früheren Aussagen über Wladimir Putin vom russischen Präsidenten distanziert. „Das Gesicht Putins, das wir heute sehen, war damals nicht erkennbar“, sagte die Ex-Frau von Altkanzler Gerhard Schröder am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf ihre Begegnungen mit Putin. „Dieser Krieg gegen die Ukraine ist ein schwerwiegender Bruch des Völkerrechts, der durch nichts gerechtfertigt werden kann.“

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Schröder-Köpf betonte, dass ihre Treffen mit Putin schon lange zurücklägen. „Meine Begegnungen mit dem russischen Präsidenten Putin fanden in einer Zeit statt, als er im Bundestag mit stehenden Ovationen gefeiert wurde. Das war eine andere Zeit, eine Zeit der Hoffnung, dass nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und dem Zusammenbruch des Warschauer Pakts etwas zusammenwächst. Putin verkörperte als junger Präsident auch diese Hoffnung. Das war das Zeitgefühl damals“, sagte sie. „Das hat mit heute nichts zu tun, heute ist es eine andere Welt, leider.“

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Als niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe setze sie sich dafür ein, dass auch die Geflüchteten aus der Ukraine in unserem Land einen sicheren Hafen und eine Heimat fänden.

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Schröder-Köpf bezeichnete Putin 2017 als klugen Menschen

Zuvor hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ Äußerungen von Schröder-Köpf aus dem Jahr 2017 aufgegriffen. Im russischen Medium „Sputnik“ hatte sie Putin damals als klugen Menschen beschrieben, der auch offen für Kritik sei. Niedersachsens Landtags-Vizepräsident Frank Oesterhelweg (CDU) sagte der Zeitung dazu: „Schröder-Köpf ist als Migrationsbeauftragte nicht mehr tragbar.“ Er könne sich schwer vorstellen, wie sie ukrainische Flüchtlinge begrüße. „Eigentlich muss sie sich bei denen entschuldigen.“

Eine Sprecherin von Ministerpräsident Weil teilte mit, die Staatskanzlei halte an Schröder-Köpf als Migrationsbeauftragte fest. Die SPD-Politikerin hat das Ehrenamt seit April 2013 inne.

RND/dpa

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