Rassismusvorwürfe: Niederländischer König lässt umstrittene „Goldene Kutsche“ stehen

König Willem-Alexander und Königin Maxima kommen in der Goldenen Kutsche zum „Prinsjesdag" (Prinzentag) zur traditionellen Parlamentseröffenung an. (Archivfoto)

König Willem-Alexander und Königin Maxima kommen in der Goldenen Kutsche zum „Prinsjesdag" (Prinzentag) zur traditionellen Parlamentseröffenung an. (Archivfoto)

Den Haag. Die wegen Rassismusvorwürfen umstrittene „Goldene Kutsche“ des niederländischen Königshauses wird bis auf Weiteres nicht genutzt. Das teilte König Willem-Alexander (54) am Donnerstag in einer Videobotschaft mit. Solange die koloniale Vergangenheit noch umstritten sei, werde er nicht in der Kutsche fahren.

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„Wir können die Vergangenheit nicht neu schreiben. Wir können aber gemeinsam versuchen, damit ins Reine zu kommen“, sagte der König. „Die Goldene Kutsche wird erst dann wieder fahren können, wenn die Niederlande dafür reif sind. Und das ist jetzt noch nicht der Fall.“

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Goldene Kutsche ist Symbol der Monarchie - und auch des Rassismus?

Die Goldene Kutsche ist Symbol der Monarchie, doch für viele auch Symbol für Rassismus und Unterdrückung in mehr als 200 Jahren Kolonialgeschichte. Seit Jahren wird heftig darüber gestritten, ob der König das Gefährt weiter nutzen soll. Anlass des Streits ist die Illustration „Huldigung der Kolonien“ auf einer Seitenwand. Zu sehen ist eine weiße Frau auf einem Thron, zu ihren Füßen knien schwarze halbnackte Menschen und bieten Geschenke an.

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Das Königspaar fährt traditionell mit dieser „Gouden Koets“ jedes Jahr im September zur Eröffnung des parlamentarischen Jahres. Zuletzt war das 2015, danach wurde das fast 125 Jahre alte Gefährt umfassend restauriert. Seit vergangenem Sommer ist sie im Amsterdam Museum für Stadtgeschichte zu sehen. Die Ausstellung endet im Februar.

Die Kutsche war ein Geschenk der Amsterdamer Bevölkerung 1898 an Königin Wilhelmina.

RND/dpa

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