Woody Allen bestreitet Missbrauchsvorwürfe erneut

Woody Allen bestreitet seit 1992 die Missbrauchsvorwürfe seiner Tochter Dylan Farrow.

Woody Allen bestreitet seit 1992 die Missbrauchsvorwürfe seiner Tochter Dylan Farrow.

Woody Allen hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Seit der Me-Too-Debatte, die 2017 ihren Anfang nahm, bekommen nämlich auch die Missbrauchsvorwürfe seiner Tochter Dylan Farrow gegen ihn größere Aufmerksamkeit. Farrow gibt an, dass der Regisseur sie 1992, als sie sieben Jahre alt war, im Haus ihrer Mutter Mia Farrow sexuell missbraucht habe. Allen bestreitet seit jeher die Anschuldigungen – so auch in einem Interview mit „CBS Sunday Morning“, das letzten Sommer aufgenommen und nun veröffentlicht wurde.

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„Ich glaube nicht, dass sie sich das ausdenkt“

Er erklärte, die Missbrauchsvorwürfe würden keinen Sinn machen. „Warum sollte ein Typ, der 57 Jahre alt ist und in seinem Leben noch nie wegen irgendetwas beschuldigt wurde, plötzlich inmitten eines erbitterten Sorgerechtsstreits in Mias Landhaus auftauchen?“, fragte er. „Ich dachte nicht, dass es überhaupt einer Untersuchung bedarf.“

Gleichwohl glaubt Allen nicht, dass seine mittlerweile 35-jährige Tochter lügt. „Sie war ein gutes Kind“, sagte Allen im CBS-Interview. „Ich glaube nicht, dass sie sich das ausdenkt. Ich glaube nicht, dass sie lügt. Ich glaube, dass sie es selbst glaubt.“ Auch im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) erklärte Allen im Oktober 2019: „Ich habe absolut nichts getan.“

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Kinder haben kein Kontakt mehr mit Allen

Der Regisseur hatte Farrow Anfang der 80er-Jahre gemeinsam mit seiner damaligen Lebensgefährtin, der Schauspielerin Mia Farrow, adoptiert. Die Missbrauchsvorwürfe haben die Familie gespalten: Adoptivmutter Mia und Bruder Ronan halten zu Dylan Farrow und haben ebenfalls jeden Kontakt zu Allen abgebrochen.

Vor einigen Wochen wurde die Dokumentation „Allen v. Farrow“ in den USA veröffentlicht, welche die Missbrauchsvorwürfe und den Konflikt erneut aufrollt.

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Darin kommen unter anderem Dylan Farrow, ihr Bruder Ronan und ihre Mutter Mia zu Wort. Letztere sagt über ihre Beziehung zu Woody Allen: „Ich wünschte, ich hätte ihn nie kennengelernt.“

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RND/am/dpa

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