Wegen zahlreicher Verspätungen

Deutsche Bahn plant bei Fernverbindungen längere Umsteigezeiten ein

Ein ICE hält Einfahrt im Kölner Hauptbahnhof.

Ein ICE hält Einfahrt im Kölner Hauptbahnhof.

Berlin. Angesichts zahlreicher Verspätungen plant die Bahn auf hunderten Fernverbindungen mit längeren Umsteigezeiten für die Fahrgäste. In der Fahrplanauskunft und im Buchungssystem werden dafür standardmäßig einige Minuten mehr eingestellt, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

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Außerdem kommen knapp 1000 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Fernzügen und auf Bahnhöfen zum Einsatz. Sie sollen Reisenden etwa beim Ein- und Aussteigen und bei der Suche nach ihrem Sitzplatz helfen.

Züge so unpünktlich wie seit Jahren nicht mehr

„Wir wollen das Reisen besser planbar machen“, sagte Vorstandsmitglied Michael Peterson. „Die schnellste Verbindung ist nicht immer die zuverlässigste.“ Denn derzeit sind die Züge so unpünktlich wie seit Jahren nicht. Peterson sprach von einer Zumutung für Reisende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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Gleichzeitig gebe es einen „historischen Run auf die Schiene“, sagte Peterson. Dieses Jahr werde die Fahrgastzahl im Fernverkehr leicht unter dem Rekordwert von 2019 liegen, als es rund 151 Millionen waren.

Reisende dürfen auch frühere Anschlusszüge nutzen

Längere Umsteigezeiten werden laut Peterson für etwa 800 Anschlussverbindungen hinterlegt. Je nach Verbindung könnten dies beispielsweise statt bislang 8 Minuten nun 10, 12 oder 14 Minuten sein, erklärte Peterson. Wer wider Erwarten doch einen früheren Anschlusszug erwische als geplant, bekomme trotz möglicher Zugbindung keine Probleme bei der Fahrkartenkontrolle, versicherte Peterson – was aber nicht bedeutet, dass die Bahn die Zugbindungen generell aufhebt. Fahrgästinnen und -gäste können individuell auch kürzere oder längere Umsteigezeiten im System einstellen.

Das Serviceteam des Fernverkehrs hat rund 8000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vorgesehen sind nun 750 zusätzliche Kräfte in den Zügen und 130 auf besonders vollen Bahnsteigen. Zudem sollen 100 sogenannten Gästebetreuerinnen und -betreuer dafür sorgen, dass Reisende reibungslos ein- und aussteigen.

RND/dpa

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