Mückenstich mit Folgen

Infektion mit dem Zikavirus: In diesen Urlaubsländern ist das Risiko erhöht

Das Zika-Virus wird von Mücken übertragen. In den Verbreitungsgebieten empfiehlt sich konsequenter Schutz vor Stichen.

Das Zika-Virus wird von Mücken übertragen. In den Verbreitungsgebieten empfiehlt sich konsequenter Schutz vor Stichen.

Karibik, Südostasien und Afrika – in vielen beliebten Urlaubsländern tropischen und subtropischen Regionen können sich Reisende unter anderem durch einen Mückenstich mit dem Zika-Virus infizieren. Fünf Reisende hatten sich zwischen März und Juni 2022 im Thailand-Urlaub angesteckt und wegen Krankheitssymptomen in ärztliche Behandlung begeben, meldet das Centrum für Reisemedizin (CRM). Die Dunkelziffer könnte viel höher sein.

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Vier von ihnen klagten über Fieber, alle fünf wiesen den für eine Zika-Infektion typischen fleckig-knotigen Hautausschlag auf. „Infektionen mit dem Zika-Virus verlaufen meist mild, bis zu 80 Prozent der Infizierten entwickeln sogar überhaupt keine Krankheitssymptome“, sagt Professor Dr. med. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin.

Es sei daher von einer hohen Dunkelziffer sowohl bei Thailand-Reisenden als auch bei Einheimischen auszugehen. Die offiziellen Erkrankungszahlen in Thailand liegen laut den nationalen Gesundheitsbehörden in diesem Jahr bis Ende Mai erst bei 12 Fällen. Übertragen wird das Zika-Virus ebenso wie das Dengue- oder Chikungunya-Virus durch die tagaktiven Mücken Aedes aegypti und Aedes albopictus übertragen.

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Infektion mit Zika-Virus: Diese Komplikationen kann es geben

Doch in seltenen Fällen kann es auch zu Komplikationen kommen. Bei dem sogenannten Guillain-Barré-Syndrom beispielsweise kann es von den Beinen ausgehend zu einer plötzlichen Muskelschwäche bis hin zu Lähmungen kommen. „Obwohl das Guillain-Barré-Syndrom meist reversibel ist, handelt es sich doch um eine ernstzunehmende Erkrankung“, sagt Jelinek.

Schwerwiegende Folgen könne das Virus auch für die Gehirnentwicklung Ungeborener haben, deren Mütter sich in den ersten Schwangerschaftsmonaten mit Zika infizieren. Ihr Risiko für eine sogenannte Mikrozephalie, die mit deutlichen geistigen und sensorischen Einschränkungen einhergeht, sei deutlich erhöht.

Weiße, weite Kleidung und Insekten-Repellent auf nackter Haut können vor einem Mückenstich und somit von einer Zika-Infektion schützen.

Weiße, weite Kleidung und Insekten-Repellent auf nackter Haut können vor einem Mückenstich und somit von einer Zika-Infektion schützen.

In diesen Ländern ist das Zika-Virus verbreitet

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im Februar 2022 eine Karte mit Ländern herausgegeben, in denen in diesem Jahr bereits Infektionen mit dem Zika-Virus bestätigt wurden. Da Reiserückkehrer - und rückkehrerinnen aus Urlaubsländern mit hoher Infektionsgefahr in Deutschland mehrere Wochen kein Blut spenden dürfen, führt auch der Blutspendedienst des Roten Kreuzes eine Liste mit Risikoländern. Diese Länder führt der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes.

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Wie können sich Reisende vor dem Zika-Virus schützen?

Da es gegen Zika keine Impfung oder eine zielgerichtete Therapie gibt, können sich Reisende nur mit einigen Mitteln vor Mückenstichen schützen. Tropenmediziner Jelinek gibt folgende Tipps, die auch vor anderen Infektionen wie Dengue oder Chikungunya schützen:

  • Mückengitter vor den Fenstern und/oder Moskitonetze am Schlafplatz
  • Tagsüber lange, helle Kleidung tragen, die nur lose auf der Haut aufliegt
  • Unbedeckte Hautpartien sollten mit einem Repellent (Hautspray Insektenabwehrmittel) geschützt werden

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RND/bv

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